Kutzers's Corner: Nach dem Krieg - hochspekulativ

Kutzers's Corner
Nach dem Krieg - hochspekulativ

Aktien kräftig erholt, Ölpreis stürzt ab, Gold verliert an Glanz - wenn Sie heute nachlesen, warum die Märkte jetzt schon über das Ende eines Kriegs hinaus blicken, der noch gar nicht begonnen hat, werden viele von Ihnen irritiert den Kopf schütteln.

Zudem warnt ein so namhaftes Haus wie Merrill Lynch die Anleger davor, die finanziellen Kriegsrisiken für die USA zu unterschätzen (Stichworte: steigende Defizite, hohe Abhängigkeit von ausländischem Kapital). Bleiben Aktien bis auf weiteres also ziemlich riskant? Aber Gold scheint ja auch keine sichere Alternative zu sein?!

Finden wir uns doch damit ab, dass jeder Versuch einer "Was-kommt-nach-dem-Krieg-Prognose" hochspekulativ sein muss: Die Folgen für die Märkte sind einfach unkalkulierbar. Und die konsequenteste Konsequenz für den Anleger daraus lautet: abwarten, zuschauen - niemand zwingt Sie, in einer Zeit des Ausnahmezustands Geld anzulegen.

Eine andere Möglichkeit ist, sich zunächst einmal über das Verhalten anderer Anleger zu informieren. Einen Hinweis dazu liefern die neuen Absatzzahlen der Investmentbranche. Der Fondsabsatz im Monat Februar signalisiert wieder höchste Priorität für relative Sicherheit, wobei Rentenfonds stärker in den Vordergrund gerückt sind. Das meiste private Anlagekapital floss aber erneut in die Gruppe der Offenen Immobilienfonds (2 Mrd. Euro). Aktienfonds dagegen auf der Schattenseite, denn die Anleger haben den Fondsgesell-schaften für netto 740 Mill. Euro Anteile zurückgegeben - seit Jahresbeginn sind damit schon für gut 1,4 Mrd. Euro Aktienfonds abgeflossen.

Ob Sie abwarten oder doch wieder mitmischen wollen: Trauen Sie in jedem Fall keinem, der Ihnen gerade jetzt die beste, sicherste und was weiß ich für eine tolle Anlage verspricht!
Und machen Sie?s gut - bis morgen!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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