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Kvaerner erneut in akuter Geldnot

Der norwegische Kvaerner-Konzern steht zum zweitenmal innerhalb weniger Wochen vor der Zahlungsunfähigkeit.

dpa OSLO. Das Unternehmen, das in Deutschland die Rostocker Kvaerner Warnow Werft GmbH betreibt, bestätigte am Freitag in Oslo «intensive Bemühungen» um die Verbesserung der Liquidität, nachdem am Vortag der Handel mit Kvaerner-Aktien gestoppt wurde. Die Wirtschaftszeitung «Dagens Näringsliv» (Internetausgabe) berichtete, dass ausländische Tochterunternehmen die Überweisung von Einnahmen an die Konzernzentrale verweigern und nannte als mögliches Datum für einen Konkursantrag den kommenden Montag.

Unter anderem hat das norwegische Unternehmen keinen Zugriff auf am Freitag erwartete Zahlungen an die finnische Tochterwerft Masa Yards, die einen Betrag von knapp einer Milliarde Kronen (240 Mill. DM/125 Mill. Euro) nach Ablieferung des Kreuzfahrtschiffes «Adventure of The Sea» erhalten hat und in Helsinki zurückhalten will.

Das seit Mitte der neunziger Jahre stark verschuldete Unternehmen konnte Ende September nur durch neue Kreditzusagen und Stundung bisheriger Verpflichtungen vor dem Konkurs gerettet werden und war auch Anfang dieser Woche schon in Zahlungsschwierigkeiten. Aufsichtsratschef Harald Arnkvärn erklärte, man hoffe auf die sofortige Zahlung von 885 Millionen Kronen durch den russischen Konzern Yukos Oil für die Übernahme von zwei Tochterunternehmen. Yukos ist durch den Ankauf von 24 Prozent der Kvaerner-Aktien seit dieser Woche auch größter Aktionär. Das norwegische Unternehmen hat 34 000 Beschäftigte, davon 1250 bei der deutschen Tochter in Rostock- Warnemünde.

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