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Länder verstärken Polizeischutz vor Flughäfen

Nach den Anschlägen im kenianischen Mombasa haben mehrere Bundesländer die Sicherheitsmaßnahmen an großen Verkehrsflughäfen verstärkt.

Reuters DÜSSELDORF. "Die internationalen Terrornetzwerke sind weiter aktiv und zu Anschlägen in der Lage", sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Fritz Behrens (SPD) am Donnerstag in Düsseldorf. Die Polizei setze in der Nähe der Flughäfen mehr Streifen ein. Hinweise auf eine konkrete Bedrohung gebe es aber nicht, ergänzte ein Sprecher. Israelische und jüdische Einrichtungen stünden weiter unter starkem Polizeischutz. Auch der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) kündigte an, der Freistaat werde die Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld der Flughäfen München und Nürnberg sofort verschärfen und die Zahl der eingesetzten Polizeistreifen erhöhen. Am Frankfurter Flughafen, dem größten in Deutschland, lehnte der Grenzschutz Angaben zu verstärkten Sicherheitsvorkehrungen ab.

Auch Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) lehnte es ab, Angaben zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen zu machen. Alle Vorkehrungen würden immer wieder überprüft. "Aber es ist nicht sehr geschickt, öffentlich darüber zu räsonieren", sagte Schily am Rande einer Tagung der EU-Innenminister in Brüssel. Er wertete den Doppel-Anschlag in Mombasa als Beweis dafür, wie "ernst zu nehmend die Bedrohung ist und wie ernst diese terroristischen Netzwerke zu nehmen sind". Ein vollständiger Schutz sei nicht möglich. "Man kann nicht jedes Hotel von der Polizei beschützen lassen." Der Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen sei schon vor den Anschlägen höchstmöglich angehoben worden, sagte Schily. Gleiches gelte für amerikanische und britische Einrichtungen sowie Flugplätze. Sie seien besonders gefährdet.

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