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Länderratings und Branchenanalysen der Coface November 2004

Der weltweite Länderrisikoindex steigt kontinuierlich und mit zunehmender Geschwindigkeit während ...

Der weltweite Länderrisikoindex steigt kontinuierlich und mit zunehmender Geschwindigkeit während der letzten drei Monate (unter 4%). Diese Verbesserung spiegelt deutlich eine bessere Zahlungsmoral bei europäischen Unternehmen wider und noch bessere Aussichten für die Geschäftswelt. In den Industrieländern fällt das Risiko stark ab (unter 8%) gepolstert durch das von französischer Seite stammende höher gestufte Rating (von A2 auf A1) und das Rating A2 für Deutschland, das auf der Beobachtungsliste mit positiven Vorzeichen steht. Westeuropas Risikoindex blieb oberhalb dessen von Nordamerika und Japan. In Mitteleuropa lässt sich die Indexsteigerung (unter 5%) auch auf die Aufwertung Polens(von A4 auf A3) zurückführen.
In den noch unterentwickelten Ländern hat sich der Index trotz Verbesserung des Ratings von Ecuador (von D nach C) und der positiven Anzeichen beim Rating von Venezuela (D) kaum merklich verändert. In Asien, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika blieben die Ratings unverändert.
Steigende Ölpreise, Unsicherheiten über die wirtschaftliche Talfahrt in den USA und Japan sowie die Trägheit der als sicher geltenden Märkte in den Industrieländern bestimmten das dritte Quartal 2004. Trotz makroökonomischer und geopolitisch bedingter Unsicherheiten, blieb die Bonität der Unternehmen insgesamt stabil. Generell plagen sich die Unternehmen mit steigenden Energie- und Rohstoffkosten herum. Dennoch konnten sie von der starken weltweiten Nachfrage des durch anhaltende Niedrigzinsen begünstigten Finanzierungsbedarfs und dem sich in Grenzen haltendem Inflationsdruck profitieren. In einem regen Umfeld pendelte sich der Nichtzahlungsindex der Coface für Unternehmen in den Industrieländern und den noch unterentwickelten Ländern auf einem niedrigen Niveau ein.Diese Situation soll in den kommenden Monaten fortbestehen. Das obwohl eine wirtschaftliche Talfahrt in den USA und Japan sowie wahrscheinlicher Druck auf den Ölpreis erwartet werden.
Angesichts anhaltender Spannungen im Mittleren Osten, die mit der Yukos-Affäre verbundenen Unsicherheiten und der wahrscheinlich vor 2005 nicht nachlassenden Nachfrage, werden die Ölpreise sehr wahrscheinlich hoch bleiben.
In Westeuropa wird nach der Erholungsphase am Jahresanfang mit einer Stabilisierung gerechnet. Die nach Land jeweils unterschiedliche finanzielle Situation der Unternehmen sollte sich mit einer insgesamt steigenden Wirtschaftkraft verbessern.
Beständige Preise bei Rohstoffen und Agrarprodukten, eine steigende inländische Nachfrage und gemäßigte Finanzmärkte sind in Lateinamerika alles Faktoren, die einen kontinuierlichen Wirtschaftsaufschwung fördern.
In Asien sollte das Wachstum robust bleiben. Am meisten wird es vorangetrieben durch inländische Nachfrage, aufrechterhalten durch steuerlich begünstigte Versicherungen, jedoch auch durch Handel mit dem Ausland. In China hingegen scheint ein gedämpfter Absatz das am wahrscheinlichsten eintretende Wirtschaftsszenario zu sein.
Mehr dazu unter: http://www.trading-safely.com/sitecwp/ceen.nsf/vwNL/601906EC72399FDCC1256F2B005C641B#index

Quelle: FINANZ BETRIEB, 26.11.2004

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