Längere Öffnungszeiten als Chance gegen Internethandel
Handelskonzerne sehen weiter Reformbedarf beim Ladenschluss

dpa DÜSSELDORF. Die führenden deutschen Handelskonzerne sehen im Gegensatz zu Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) weiteren Handlungsbedarf beim Ladenschlussgesetz. "Es wäre schade, wenn der überfällige Prozess abrupt gekappt würde", sagte ein Sprecher der Karstadt-Quelle AG heute in Essen. Das Interesse an längeren Öffnungszeiten sei eindeutig, wie der große Andrang gerade am Samstagnachmittag zeige. Deshalb habe die größte Warenhausgruppe Europas den Vorschlag der Länder-Wirtschaftsstaatssekretäre begrüßt.

Auch nach Ansichts des Kölner Rewe -Konzerns wird die Reform des Ladenschlusses von der Politik auf die lange Bank geschoben. "Die Diskussion um den Ladenschluss wird nicht aufhören", sagte ein Sprecher von Deutschlands zweitgrößtem Handelshaus. Immer mehr Kunden wollten unabhängig von der Uhrzeit einkaufen, weil sich ihr Arbeits- und Freizeitrhythmus verändert habe. Rewe sieht längere Öffnungszeiten auch als eine Chance für die Innenstadt-Geschäfte, ihre Umsätze gegen Internet-Läden und Tankstellen zu verteidigen.

Deutschlands größtes Handelshaus Metro AG in Düsseldorf betrachtet längere Öffnungszeiten als ein Serviceangebot an die Kunden. Es habe im vergangenen Jahrzehnt bereits Veränderungen an dem Gesetz gegeben. "Das sollte noch nicht das Ende sein", sagte ein Sprecher.

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