Längste Hitzewelle in Tokio
Japaner schlecken Haiflossen gegen die Hitze

In Tokio ist für Abkühlung gesorgt: Eine Entertainment-Eisdiele bietet für Schleckermäuler mit Mut exotische Geschmacksrichtungen an. Der kullinarische Kitzel reicht vom Seegras-, Wal-, Krabbe- und Hühnchengeschmack bis zum Haiflossen-Eis.

HB TOKIO. Nicht nur die Deutschen schwitzen, auch die Japaner lechzen im Sommer nach Erfrischungen. Für Schleckermäuler mit dem Mut zu besonders ausgefallenen Köstlichkeiten mag die "Eiscreme-Stadt" in Tokio genau das Richtige bieten. Hinter diesem reichlich vollmundigen Namen verbirgt sich eine Art Entertainment-Eisdiele eines Amüsier- Einkaufskomplexes, die zur "tierischen" Hitze passendes Eis anbietet: Die Geschmacksrichtungen reichen von Seegras, Wal und Krabbe bis zu Hühnchen. Oder wie wäre es zum Beispiel mit einem Löffelchen Haiflossen- oder Pferdefleischeis? Auch wem es dabei nicht gleich kalt die Kehle, sondern eher den Rücken herunterläuft - für Abkühlung ist gesorgt. Und die können die Bewohner der japanischen Hauptstadt gebrauchen.

Tokio erlebt in diesem Jahr die längste Hitzewelle, seit die Meteorologen mit der Erfassung solcher Daten 1923 begonnen haben. Am Donnerstag vermeldeten sie wieder einen Rekord: Seit 38 Tagen in Folge stieg das Quecksilber über 30 Grad. Damit wurde der bisherige Rekord von 1995 gebrochen, wenngleich es inzwischen gar nicht mehr so schwülheiß ist wie noch vor einiger Zeit. Die bisher höchste Temperatur erlebte Tokio am 21. Juli, als sie auf den Rekordwert von 39,5 Grad kletterte. Laut Feuerwehr wurden im Juli 628 Personen mit Hitzeschlag ins Krankenhaus gebracht - auch dies ein Rekord. Meteorologen führen die diesjährige Hitzewelle in Tokio und vielen anderen Teilen Japans auf ein kräftiges Hochdruckgebiet über dem Pazifik zurück.

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