Längste Talfahrt seit über zwei Jahren
Börse Tokio zum achten Mal in Folge schwächer

Die Tokioter Börse hat auch am Freitag, zum achten Mal in Folge, schwächer geschlossen. Damit hat die Börse die längste Verlustserie seit über zwei Jahren verzeichnet.

Reuters TOKIO. Händler sagten, während der Tankan-Konjunkturbericht der Bank von Japan insgesamt besser als erwartet ausgefallen sei, hätten andere Faktoren wie der starke Yen, die Kriegsgefahr sowie die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Reform des Bankensystems und der Besteuerung von Aktiengewinnen bei Privatinvestoren den Markt belastet.

Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index fiel um 2,21 % oder 192,62 Zähler auf 8 516,07 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index büsste 1,83 % oder 15,55 Zähler ein auf 835,77 Punkte. Mit rund 550 Mill. gehandelten Aktien seien die Umsätze gering gewesen.

Der quartalsweise veröffentlichte Tankan-Bericht habe eine Verbesserung des Vertrauensindex auf minus neun nach minus 13 gezeigt. Erwartet wurde ein Minus von 13 Punkten. "Dieses Barometer ist leicht ermutigend, aber der Rest der Untersuchung ist relativ schwach", sagte Koshi Kumagai von HSBC Asset Management. "Es bleibt eine Reihe von Faktoren, die auf der Stimmung des Marktes lastet, vor allem der Rückgang des Dollarkurses zu Yen und Euro", sagte er.

Auf Grund des höheren Yen seien vor allem die Aktien von exportorientierten Unternehmen wie Sony, TDK, Fuji Photo Film und anderen unter Druck geraten, sagten Händler. Zudem gebe es zunehmende Sorgen über ein erneutes Aufflammen der Bilanzierungsskandale in den USA, sagte Hiroaki Kuramochi, Leiter Aktienhandel bei Credit Lyonnais in Tokio. Er verwies auf einen Bericht des "Wall Street Journal" über angeblich geschönte Geschäftsergebnisse beim Pharma-Konzern Bristol Myers Squibb.

Von der anhaltenden Angst vor einem Krieg gegen Irak und dessen Folgen für die Wirtschaft habe der Goldproduzent Sumitomo Metal profitiert. Sumitomo stiegen über fünf Prozent. Zudem scheine es, als hätten die Privatinvestoren vor der Steuerreform, die am 1. Januar in Kraft tritt, ihre Aktien verkauft.

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