Lage aber weiter ernst
Arbeitslosenquote in Japan gesunken

Die Arbeitslosenquote in Japan ist im Januar erstmals seit elf Monaten gesunken. Wie die Regierung am Freitag bekannt gab, verringerte sich die Quote auf 5,3 % nach einem Nachkriegsrekord von 5,5 % im Vormonat.

dpa TOKIO. Dies liegt allerdings unter anderem daran, dass junge Leute aus dem Arbeitsmarkt geschieden sind. Die Regierung beschreibt denn auch die Lage als weiter ernst. Die zweitgrößte Wirtschaftsnation steckt in einer schweren Rezession.

Anders als in Deutschland lässt der japanische Staat zur Erstellung der Arbeitslosenstatistik repräsentative Umfragen durchführen. Jeder, der dabei einen noch so kleinen Nebenjob angibt, fällt aus der Arbeitslosenstatistik heraus. Auch die, die nicht mehr aktiv suchen, weil sie resigniert haben, werden nicht erfasst.

So sank die Anzahl der als unbeschäftigt registrierten Männer im Januar von 280 000 auf 170 000 vor allem deswegen, weil Leute zwischen 25 bis 34 Jahren nicht mehr nach einem Arbeitsplatz gesucht haben. Als Folge sank die Arbeitslosenquote bei Männern um 0,4 Punkte auf 5,4 %. Zudem würden ältere Mitarbeiter offensichtlich zu einem zunehmend früheren Zeitpunkt ausscheiden, hieß es.

Auf Grund dieser Entwicklung erhöhte sich der Bevölkerunganteil der Nichtbeschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 % auf 42,99 Mill., während zugleich die Zahl der Beschäftigten um 1,0 % auf 66,11 Mill. sank. Derweil ging die Zahl der neuen Stellenangebote zum Vorjahr um 8,6 % und damit im nunmehr sechsten Monat zurück, wie die Regierung weiter mitteilte. Auf 100 Arbeitssuchende entfallen weiterhin nur noch 51 offene Stellen.

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