Lage auf dem Arbeitsmarkt
Bundeszuschuss für Nürnberg verdoppelt sich

Nach Einschätzung von Arbeitgeberpräsident Hundt muss der Bund in diesem Jahr vier Milliarden Euro an die Bundesanstalt für Arbeit überweisen.

rtr BERLIN. Der Bund wird seinen Milliarden-Zuschuss an die Bundesanstalt für Arbeit nach Einschätzung von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt in diesem Jahr verdoppeln müssen.

Statt der ursprünglich geplanten Summe von zwei Mrd. ? sei wegen der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit im laufenden Jahr ein deutlich höherer Zuschuss erforderlich, sagte Hundt der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. "Der Bund muss vier Mrd. zuschießen - doppelt so viel wie geplant." Eine Wende am Arbeitsmarkt sei ohne radikale Strukturreformen nicht zu schaffen. Vor einem Monat hatte der Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, bereits angekündigt, man müsse für 2002 mit einem Bundeszuschuss von 3,5 Mrd. ? rechnen. Nach Behördenangaben lief bis Ende Juni ein Defizit in entsprechender Höhe auf.

Die Bundesministerien für Arbeit und für Finanzen hatten sich dennoch zuversichtlich gezeigt, dass das Defizit bei einem Anziehen der Konjunktur und höheren Einnahmen auf Grund von Sonderzahlungen und Tarifsteigerungen bis zum Jahresende wieder verringert werden könne.

Die Bundesanstalt wird am Donnerstag die Arbeitslosenzahl für August bekannt geben. Nach Einschätzung von Experten liegt die Zahl weiter bei über vier Mill. und damit der Statistik nach annähernd so hoch wie vor vier Jahren. Arbeitsmarkt- und Konjunkturexperten rechnen damit, dass eine Verbesserung am Arbeitsmarkt erst gegen Ende des Jahres oder im Frühjahr einsetzt. Die Bundesregierung geht dagegen von einer Trendwende noch in diesem Jahr aus. SPD-Generalsekretär Franz Müntefering äußerte nach Angaben seiner Partei die Erwartung, dass die unbereinigte Zahl der Arbeitslosen im August im Vergleich zum Juli um 10 000 bis 15 000 gesunken ist.

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