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Lage auf US-Arbeitsmarkt dürfte sich im Juli deutlich verbessern

(dpa-AFX) Washington - Die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt dürfte sich im Juli deutlich verbessert haben. Neue Zahlen für die eingegangenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deuten weiter auf Neueinstellungen hin. Experten rechnen damit, dass im Juli etwa doppelt so viele Jobs entstanden sind wie im Juni.

(dpa-AFX) Washington - Die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt dürfte sich im Juli deutlich verbessert haben. Neue Zahlen für die eingegangenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deuten weiter auf Neueinstellungen hin. Experten rechnen damit, dass im Juli etwa doppelt so viele Jobs entstanden sind wie im Juni.

Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, stieg die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 4.000 auf 345.000. Das Ergebnis fiel im Rahmen der Markterwartungen aus. Wegen der im Sommer üblichen Schließungen in den Autofabriken hatten Volkswirte im Durchschnitt mit einem Anstieg auf 344.000 gerechnet.

Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt ging die Zahl der Anträge um 1.000 auf 336.250 zurück. Ab einem Wert von 350.000 erwarten Experten generell einen Rückgang der Arbeitslosenzahl.

Starker Juli

Von CBS Marketwatch befragte Volkswirte rechnen im Durchschnitt damit, dass im Juli 225.000 neue Jobs entstanden sind. Das wären mehr als doppelt so viele wie im Juni (112.000) und etwas mehr als der Durchschnitt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres (211.000). Die Juli-Zahlen werden übernächsten Freitag vom Arbeitsministerium bekannt gegeben.

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hatte sich am Mittwochabend optimistisch zur Lage auf dem Arbeitsmarkt geäußert. Sie habe sich in den meisten Notenbank-Distrikten verbessert, hieß es im monatlichen Konjunkturbericht ("Beige Book"). Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei in den Distrikten New York, Philadelphia, Richmond, Atlanta, Chicago und Minneapolis gestiegen.

Moderates Lohnwachstum

Auch die US-Verbraucher schätzen die Lage positiv ein. Die verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt lässt die US-Verbraucher so optimistisch in die Zukunft blicken wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg im Juli von revidierten 102,8 im Vormonat auf 106,1 Punkte, wie das private Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte.

Unterdessen fielen die Lohnzuwächse im zweiten Quartal moderat aus. Die Arbeitskosten erhöhten sich um 0,9 Prozent, wie das Arbeitsministerium ebenfalls am Donnerstag bekannt gab. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hatten die Arbeitskosten noch um 1,1 Prozent zugelegt. Die Löhne und Gehälter, die für 70 Prozent der Arbeitskosten verantwortlich sind, erhöhten sich im zweiten Quartal um 0,6 Prozent und damit genauso stark wie im Vorquartal. Auch die Federal Reserve hatte in ihrem Konjunkturbericht von einem moderaten Anstieg der Löhne und Gehälter gesprochen.

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