Lage blieb insgesamt ruhig
Tausende demonstrierten in Deutschland gegen Gewalt

Die Lage in Deutschland ist auch in der zweiten Nacht nach Beginn der amerikanischen Militäraktionen gegen afghanische Ziele ruhig geblieben. Zwischenfälle habe es nicht gegeben, teilten die Lagenzentren der Länder am frühen Dienstagmorgen mit.

ddp BERLIN. Am Montagabend hatten Tausende Menschen überwiegend friedlich gegen die Luftangriffe auf Afghanistan demonstriert. In Göttingen wurden - vermutlich von Gegnern der Militäraktion - Fensterscheiben von Geschäften eingeworfen.

In Berlin zogen mehrere tausend Menschen vom Alexanderplatz zum Schlossplatz. In Dresden versammelten sich spontan 3 000 Demonstranten. In Hamburg protestierten 1 700 Menschen gegen die Militärschläge. In Nordrhein-Westfalen kamen 2 000 Kriegsgegner zu insgesamt elf Protestaktionen. In Bremen demonstrierten 500 Menschen überwiegend aus der linken Szene.

Kleinere Aufzüge mit 30 bis 300 Teilnehmern gab es zudem in Leipzig, Chemnitz, Hannover, Oldenburg, Osnabrück und Schwerin. Alle Demonstrationen verliefen nach Angaben der Lagezentren ohne Zwischenfälle.

In Oldenburg wurden von bislang unbekannten Tätern die Scheiben von sieben Geschäften zerstört. Die Polizei geht davon aus, dass die Verantwortlichen aus dem Umfeld der Gegner von Militäraktionen kommen. Zuvor hatten Teilnehmer einer Mahnwache zwei Brunnen in der Innenstadt mit roter Flüssigkeit versetzt, um auf das "Blutvergießen" in Kriegen aufmerksam zu machen, wie die Polizei mitteilte.

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