Lage des Werkes ungeeignet
Süßwarenhersteller Haribo erwägt Rückzug aus Bonn

Das Traditionsunternehmen Haribo erwägt einen Rückzug aus Bonn. Die Stadt will den Süßwarenhersteller, der seit 1920 seinen Hauptsitz in Bonn hat, jedoch halten.

dpa BONN. Ein Sprecher erklärte am Donnerstag, man wolle dem Unternehmen neue Flächen anbieten, damit zumindest ein Teil der Produktion bleibe. Eine endgültige Entscheidung über den Standort sei noch nicht gefallen, sagte Unternehmenssprecher Franz-Josef Weihrauch.

Die Lage des Werkes inmitten eines Wohngebietes sei für den täglichen Umschlag von rund 2000 Tonnen pro Woche nicht geeignet. Weihrauch dementierte eine Meldung des Bonner «Express» vom Donnerstag, nach der es amtlich sei, dass Haribo den Standort Bonn verlasse. Ein Umzug müsse langfristig auf eine Dauer von acht bis zehn Jahren angelegt sein. «Die Produktion darf ja nicht einfach stillstehen», sagte Weihrauch. Als mögliche Standorte seien die Orte Rheinbach und Gelsbach im Bonner Umland im Gespräch.

Haribo beschäftigt nach eigenen Angaben in Bonn rund 1100 Mitarbeiter. Die Firma macht laut «Express» Umsätze von rund zwei Mrd. DM im Jahr und zahlt an die Stadt Gewerbesteuern in zweistelliger Millionenhöhe. Eine Betriebsversammlung am Dienstag hatte für Aufregung unter den Beschäftigten gesorgt, als Firmenchef Riegel persönlich zur Standortfrage Stellung genommen hatte.

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