Lage stabil
Behörden erwarten keine Hochwasserwelle

Trotz der starken Niederschläge vom vergangenen Wochenende sind nach Einschätzung der Wasser- und Schifffahrtsämter vorerst keine schweren Überschwemmungen an Rhein, Donau und Mosel zu erwarten.

Reuters KÖLN. "Die Hochwasserlage ist trotz der Niederschläge vom Wochenende stabil", sagte der Leiter des Kölner Wasser- und Schifffahrtsamts, Gerd Franke, am Montag. Auch wenn der Regen in den nächsten Tagen anhalten sollte, würde die Schifffahrt voraussichtlich nicht weiter beeinträchtigt. Derzeit seien die Schiffe wegen der Überschreitung erster Hochwassermarken angewiesen, im mittleren Flussdrittel zu fahren. Dass in den kommenden Tagen eine Flutwelle aus Süddeutschland komme könnte, sei ebenfalls unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.

In Köln werde derzeit ein Pegelstand von 6,85 Meter gemessen. "Wir rechnen bis Mittwoch mit einem Wasserstand zwischen sieben Meter und 7,50 Meter", sagte Franke voraus. Erst ab einer Höhe von 8,50 Meter müsse die Schifffahrt auf dem Rhein eingestellt werden. Bei diesem Pegelstand könnten die Brücken nicht mehr passiert werden.

Nach Frankes Worten wiesen die Pegel von Neckar, Main, Saar, Lahn und Mosel zurzeit eine leicht fallende Tendenz auf. "Wie es weiter geht, hängt davon ab, wie viel es in den kommenden Tagen regnet oder ob es wärmer wird und damit der Neuschnee vom Wochenende schmilzt", stellte der Chef der Kölner Behörde fest. Mit einem problematischen Anstieg sei in den nächsten Tagen wohl nicht zu rechnen.

Beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Duisburg und beim Hochwassermeldezentrum in Trier wurde die Lage ähnlich eingeschätzt. "Es geht noch mal hoch, aber nicht dramatisch." Franz-Klemens Holle von der bayerischen Hochwassermeldezentrale in München sagte, bei der Donau und ihren Nebenflüssen sei eine Trendwende zu beobachten. Die Pegel fielen leicht. Das gelte für die Donau-Nebenflüsse Naab und Wörnitz, aber auch für das Altmühltal, sagte der ein Mitarbeiter der Hochwasserzentrale in München.

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