Land ist erst im Juli an den Kapitalmarkt zurückgekehrt
Der Iran plant einen weiteren Eurobond

Der Iran denkt darüber nach, eine weitere Anleihe am Eurobondmarkt zu begeben. Schon im nächsten Monat könnte ein Anleihe über umgerechnet 950 Mill. US-Dollar aufgelegt werden, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf Notenbankchef Mohsen Nourbakhsh.

Bloomberg/cü TEHERAN/FRANKFURT. Eine definitive Entscheidung sei allerdings noch nicht getroffen. Auch Laufzeit und Währung stünden noch nicht fest. Die Rede sei allerdings von einer Emission in zwei Tranchen.

Erst im Juli war der Iran mit einer Anleihe über insgesamt 625 Mill. Euro an den Kapitalmarkt zurückgekehrt. Die erste Anleihe des Landes seit der islamischen Revolution 1979 war auf reges Interesse gestoßen und dementsprechend von ursprünglich geplanten 500 Mill. Euro aufgestockt worden. Konsortialführer waren die europäischen Banken BNP Paribas und Commerzbank Securities.

Der Iran wird von der Ratingagentur Fitch mit der Bonitätsnote B+ - entsprechend schwacher Kreditwürdigkeit - eingestuft. Dabei hat der Iran jedoch von den über 60 Staaten, die auf der Beobachtungsliste von Fitch stehen, die niedrigste Schuldenquote. Das Land ist der zweitgrößte Ölproduzent im Nahen Osten und verfügt zudem über die zweitgrößten Erdgasvorkommen der Welt.

Die amerikanische Ratingagentur Moody?s hatte ihre Bonitätseinstufung wegen der Sanktionen der USA gegen den Iran zurückgezogen. US-Bürgern ist es offiziell untersagt, im und mit dem Iran Geschäfte zu machen. Das Land unterstütze bestimmte Terrorgruppen, heißt es dazu aus Washington. Wer gegen die so genannten "Iranian Transactions Regulations" von 1987 verstößt, muss bis zu 500 000 Dollar Strafe zahlen.

Die im Juli begebene Anleihe wurde von Investoren aus dem Mittleren Osten und aus Europa gekauft. Der Rückzug des Ratings von Moody?s hatte die Anleger nicht gestört. Die Rendite von 8,95 % für eine Laufzeit von fünf Jahren hatten einige europäische Investoren jedoch als zu gering kritisiert.

Quelle: Handelsblatt

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