Land soll 10 000 Euro Schmerzensgeld zahlen
NRW legt Berufung gegen Esser-Urteil ein

Das Land Nordrhein-Westfalen wehrt sich gerichtlich gegen die Zahlung von Schmerzensgeld an den ehemaligen Mannesmann-Chef Klaus Esser. "Wir haben gegen das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Düsseldorf Berufung eingelegt", sagte Heiko Manteuffel von der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Freitag auf dpa-Anfrage.

HB/dpa DÜSSELDORF. Das Land war Ende April zur Zahlung von 10 000 Euro verurteilt worden, da Esser durch Presseauskünfte der Behörden in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt worden war. Die Kammer hatte beanstandet, dass Journalisten noch vor Esser über die geplante Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den ehemaligen Konzernchef informiert worden waren.

Im Zusammenhang mit der Übernahme von Mannesmann durch die britische Vodafone hat die Staatsanwaltschaft gegen Esser und weitere Beschuldigte inzwischen wegen Verdachts der schweren Untreue Anklage erhoben. Die zuständige Wirtschafts-Strafkammer am Düsseldorfer Landgericht prüft derzeit, ob diese zur Hauptverhandlung zugelassen wird. Bei der rund 188 Milliarden Euro schweren Übernahme vor mehr als drei Jahren hatte Esser rund 30 Millionen Euro erhalten.

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