Landebahn ins Eis gehackt
Abenteurer von Eisscholle gerettet

Eine Schaufel und High-Tech-Ausrüstung haben den schottischen Nordpol-Abenteurer Dave Mill (34) vor dem Tod gerettet.

dpa LONDON. Britische Zeitungen berichteten am Dienstag, wie der Hobby- Polarforscher bei Temperaturen von minus drei Grad mit einer Schaufel eine 320 Meter lange "Landebahn" in das Eis schlug und die Strecke mit schwarzen Plastiksäcken markierte. Ein über sein Handy abgeschicktes Digitalfoto ermöglichte es einem kanadischen Expertenteam schließlich, den Gestrandeten mit einem Skiflugzeug von einer Eisscholle zu retten.

Es war bereits der dritte Versuch von Mill, von Kanada aus zu Fuß den Nordpol zu erreichen. Er war im März von Ward Hunt Island gestartet und hatte einen Marsch von 54 Tagen hinter sich. Vom Nordpol trennten ihn noch 288 Kilometer. "Es war fantastisch, das Flugzeug zu sehen. Unglaublich, wie es so fehlerfrei auf dem Eis landete", sagte Mill nach seiner Rettung laut "Daily Telegraph." Eine Woche später, so berichteten Experten, wäre die Eisdecke für das Landemanöver zu dünn gewesen. Die Rettung bei dichtem Schneetreiben wurde nach Angaben des kanadischen Teams durch die ausgezeichnete Qualität der Digitalfotos möglich, die Mill über sein Mobiltelefon schickte. "Die Rettungsaktion ist bisher einzigartig auf der Welt", sagte ein Teamsprecher. Mill will nicht aufgeben: "Es ist schade, dass ich es nicht geschafft habe. Aber ich versuche es im nächsten Jahr wieder."

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