Landesbank hat den Gerüchte dementiert
Schmidtbank benötigt offenbar Hilfe von anderen Banken

In Bankenkreisen wird über eine Auffanglösung für die Hofer SchmidtBank spekuliert. Die Privatbank habe offensichtlich ein Problem, hieß es am Donnerstag. Die Bank sei bereits auf mehrere Institute zugegangen. Im Gespräch sei eine Auffanglösung unter Führung der Bayerischen Landesbank unter Beteiligung der HypoVereinsbank. Die Landesbank dementierte allerdings: "Wir verhandeln nicht mit der Schmidtbank." Das Kreditinstitut gab zunächst keine Stellungnahme ab.

dpa-afx HOF/SAALE/MÜNCHEN. Die "Börsen- Zeitung" (Donnerstagausgabe) berichtete, der mögliche Wertberichtigungsbedarf, den es bei der SchmidtBank laut Medienberichten gibt, liege unter den kursierenden 400 Mill. Euro (782 Mio DM).

Für die HypoVereinsbank würde eine Beteiligung nach Einschätzung aus Branchenkreisen kaum Sinn machen. Das Institut sei in der Region gut vertreten, weitere Filialen in dem strukturschwachen Gebiet würden nicht benötigt. Daher bliebe bei einer Übernahme der Bank nur die Schließung. Eigentlich sieht es bei der Landesbank ähnlich aus. Die Schmidtbank steht in direkter Konkurrenz zu den Sparkassen, denen die Landesbank zu 50 % gehört. Die andere Hälfte gehört dem Freistaat, der sicher am Erhalt der Schmidtbank interessiert wäre.



Am Wochenanfang hatte die Schmidtbank die Spekulationen über einen bedrohlichen Finanzengpass dementiert. Die derzeitige wirtschaftliche Lage habe das Kreditgeschäft bei der SchmidtBank wie auch bei anderen Instituten schwierig werden lassen, das sei aber weder ungewöhnlich noch bedrohlich. Die Ertragslage sei derzeit gedämpft, im Betriebsergebnis würden jedoch schwarze Zahlen geschrieben. Allerdings bestätigte die Schmidtbank im Lauf der Woche, dass sie unter Umständen bereit ist, ihre Mehrheitsbeteiligung an der Direkt-Bank Consors zu verkaufen.

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