Landeshauptstadt entsorgt Sperrmüll aus Krisengebieten
München will den Müll

Nach der Hochwasser-Katastrophe in Ostdeutschland hat die Stadt München den betroffenen Kommunen die kostenlose Abnahme von 16 000 Tonnen Sperrmüll angeboten.

HB/dpa MÜNCHEN. Das hat ein Sprecher des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes am Montag in München mitgeteilt. München sei nach einer entsprechenden Entscheidung der Stadtspitze bereit, bis zum Jahresende wöchentlich rund 1 000 Tonnen Sperrmüll abzunehmen und in der eigenen Verbrennungsanlage zu entsorgen. Allerdings müssten die ostdeutschen Kommunen den Transport organisieren und finanzieren.

Auch die Städte Würzburg, Coburg, Bamberg, Ingolstadt, Schweinfurt und Schwandorf haben den Angaben zufolge ihre Bereitschaft signalisiert, zusammen 59 000 Tonnen Sperrmüll aus Ostdeutschland anzunehmen - jedoch nicht kostenlos, sondern zum Selbstkostenpreis der Müllverbrennung zwischen 90 und 110 Euro je Tonne.

Angesichts der zunehmenden Erfolge bei der Wiederverwertung von Abfall hätten viele Müllverbrennungsanlagen in Bayern seit längerem Kapazitäten frei, hieß es. Bisher gebe es aber noch keine Reaktion aus Sachsen auf das Angebot, hieß es. Dies hänge vermutlich damit zusammen, dass es in Ostdeutschland noch erhebliche Kapazitäten auf Mülldeponien gebe, deren Genehmigung im Jahr 2005 auslaufe.

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