Landgericht Duisburg
Wyser-Pratte erwirkt Verfügung gegen HDW-Verkauf

Im Streit um den Verkauf der größten deutschen Werft HDW hat US-Investor Guy Wyser-Pratte nach eigenen Angaben eine einstweilige Verfügung erwirkt, mit der die Übergabe des Anteils des Maschinenbauers Babcock Borsig vorläufig gestoppt wird.

dpa HAMBURG. Das Landgericht Duisburg habe den Verkauf der Anteile bis zu einer Entscheidung des Amtsgerichts Oberhausen zu dem Thema untersagt, teilte Wyser-Prattes Vertreter Markus Elsässer der dpa am Mittwochabend mit.

Das Amtsgericht Oberhausen muss nun auf Antrag von Wyser-Pratte darüber entscheiden, ob der Verkauf der HDW-Anteile von einer außerordentlichen Hauptversammlung abgesegnet werden muss. Babcock Borsig will seinen HDW-Anteil von 25 Prozent an den US- Finanzinvestor One Equity Partners verkaufen. Zuletzt hatte es Spekulationen über eine enge personelle Verflechtung zwischen der Investorengruppe und dem amerikanischen Rüstungskonzern General Dynamics gegeben.

Die Kieler HDW-Werft verfügt über eine innovative Technologie für U-Boote mit Brennstoffzellen-Antrieb. Wyser-Pratte, der an Babcock Borsig mit acht Prozent beteiligt ist, sperrt sich gegen den Verkauf des HDW-Anteils, den er als wertvoll für das Unternehmen bezeichnet. Die EU-Kommission will bis zum Freitag entscheiden, ob sie die Mehrheitsübernahme von HDW durch die US-Investoren direkt billigt oder weitere vier Monate lang untersucht.

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