Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern
Rot-rot in Schwerin bleibt trotz PDS-Schlappe

Die PDS hat bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern schwere Verluste erlitten. Dennoch kann die Koalition weitermachen. Und Ministerpräsident Ringstorff will das auch.

rtr SCHWERIN. Ungeachtet schwerer Verluste des Koalitionspartners PDS ist die rot-rote Koalition in Mecklenburg-Vorpommern bei der Landtagswahl am Sonntag bestätigt worden. Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) äußerte den Willen zur Fortsetzung des Bündnisses mit den Sozialisten.

Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF kann die SPD mit 40,5 beziehungsweise 39,9 (1998: 34,3) Prozent der Stimmen rechnen. Für die oppositionelle CDU wurden 31,5 (ARD) beziehungsweise 32,1 (ZDF) Prozent nach 30,2 % vor vier Jahren hochgerechnet. Die PDS verlor stark und kann mit 16,5 (ARD) beziehungsweise 16,2 (ZDF) Prozent nach 24,4 % rechnen. Die FDP, die in den Hochrechnungen zeitweise über der Fünf-Prozent-Marke gelegen hatte, scheiterte nach den jüngsten Voraussagen jedoch ebenso wie die Grünen an der Sperrklausel. Damit ergibt sich folgende Sitzverteilung: SPD 32 (27), CDU 26 (24), PDS 13 (20).

Ringstorff will weitermachen

Ringstorff sagte im ZDF, die SPD habe ihre beiden Wahlziele erreicht. Sie habe deutlich zugelegt, und die Koalition mit der PDS könne fortgesetzt werden. "Ich war immer überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen können, obwohl das wirtschaftliche Umfeld nicht günstig ist für diejenigen, die in der Regierung sind." Er sei überzeugt, dass nach Sondierungen Koalitionsverhandlungen mit der PDS geführt werden könnten. Gespräche mit der CDU seien nicht nötig. In der von ihm geführten Koalition habe die PDS immer "Luft zum Atmen" gehabt. Das werde auch weiter so bleiben.

Die PDS-Spitzenkandidatin Angelika Gramkow äußerte sich enttäuscht über die schweren Verluste ihrer Partei. "Wir haben es anscheinend nicht verstanden, die Duftmarke PDS bei den Wählerinnen und Wählern zum Tragen zu bringen", sagte sie im ZDF.

CDU-Spitzenkandidat Eckhardt Rehberg räumte ein, das Wahlziel verfehlt zu haben, stärkste Kraft im Schweriner Landtag zu werden. Bis vor vier Wochen habe die CDU in den Umfragen in Führung gelegen. Dann habe das Elbe-Hochwasser und "das Schüren von Kriegsängsten" im Zusammenhang mit der Irak-Krise den Trend umgekehrt, sagte Rehberg im NDR-Fernsehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%