Landtagswahlen
Schwacher Start in Baden-Württemberg

dpa STUTTGART. In Baden-Württemberg sind die Landtagswahlen bis zum Sonntagmittag zögerlich verlaufen. Nach Angaben des Landeswahlleiters Peter Zimmermann lag die Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr bei 17,1 Prozent. Bei den Landtagswahlen 1996 hatten im vergleichbaren Zeitraum bereits 20,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, 1992 waren es 18,2 Prozent. Möglich sei, dass sich am Vormittag die Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit auf die Wahlbeteiligung ausgewirkt habe, sagte Zimmermann.

Bis 18.00 Uhr sind rund 7,4 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, über die Zusammensetzung des neuen Landesparlaments zu entscheiden. Zur Wahl stehen 16 Parteien, die in 70 Wahlkreisen insgesamt 530 Kandidaten für die 120 Mandate ins Rennen geschickt haben. 1996 betrug die Wahlbeteiligung insgesamt 67,6 Prozent. Dies war der drittniedrigste Wert in der Geschichte des Landes.

Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) sagte bei der Abgabe seiner Stimme in Spaichingen, er hoffe, dass die Bürger des Landes ihm erneut ihr Vertrauen aussprechen. Auch wünsche er sich trotz des teilweise schlechten Wetters eine hohe Wahlbeteiligung. Die SPD-Spitzenkandidatin Ute Vogt betonte bei der Stimmabgabe in Pforzheim, sie glaube, dass die Wahl für die SPD gut ausgehe. Bei einem «sehr guten» Ergebnis wolle sie rasch Koalitionsverhandlungen aufnehmen.

Das Duell zwischen Teufel und Vogt steht im Mittelpunkt der Wahlen. Teufel will das bisherige Regierungsbündnis mit der FDP fortsetzen. Die SPD hat keine konkrete Koalitionsaussage gemacht. Neben SPD und CDU können auch die FDP und die Grünen fest mit einem Wiedereinzug ins Landesparlament rechnen. Mit Spannung wird das Ergebnis der rechtsextremen Republikaner erwartet, die seit 1992 im Landtag sitzen. Bei den Landtagswahlen 1996 kam die CDU auf 41,3 Prozent der Stimmen. Die SPD sackte mit 25,1 Prozent auf ein historisches Tief ab. Die Grünen erzielten 12,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von der FDP mit 9,6 Prozent. Die Republikaner kamen auf 9,1 Prozent.

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