Lange Arbeitszeiten gehören zum Alltag
Zu hohe Fluktuaktion beschert IT-Branche Verluste

Unternehmen in der IT-Branche sollten durch gezielte Aktionen versuchen, ihre Mitarbeiter an sich zu binden. Gelingt dies nicht, drohen große Verluste durch eine zu starke Fluktuation der Mitarbeiter. Das hat laut dem Informationsdienst Wissenschaft eine Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen zu Organisationsentwicklung und Personalmanagement in IT-Unternehmen ergeben.

dpa-afx GELSENKIRCHEN. Der Studie zufolge sorgt die hohe Flexibilität in Unternehmen der "New Economy" nicht nur für schnelle Reaktionsfähigkeit und hohe Innovationsdynamik, sondern schafft auch Probleme. Dazu zählten Instabilität, wenig Mitarbeiterbindung und Fluktuation. Verloren gehe vor allem Wissen, das Beschäftigte während des Arbeitsprozesses individuell erwerben.

Der typische Beschäftigte in der IT-Branche ist männlich und arbeitet in Vollzeit in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis als abhängig Beschäftigter, heißt es in der Untersuchung weiter. Hinter diesem "Normalarbeitsverhältnis" verberge sich allerdings ein Arbeitsverhältnis neuen Zuschnitts: IT-Beschäftigte verrichteten ihre Arbeit oft direkt beim Kunden vor Ort. Moderne Kommunikationsmittel gewährleisteten zwar die Verbindung zum Heimatunternehmen, die Arbeitsstätte als sozialer Bezugspunkt für die mobilen IT-Beschäftigten gehe aber verloren.

Lange Arbeitszeiten gehören für die meisten Erwerbstätigen in der IT-Branche zum beruflichen Alltag, so die Studie. Viele Angestellte sähen das aber als unproblematisch an, da sie sich in Absprache mit Kollegen und Vorgesetzten die Zeit frei einteilen könnten. Die neuen Freiheiten der Arbeitszeitgestaltung gehen der Studie zufolge jedoch mit einer hohen Arbeitszeitbelastung Hand in Hand. Sowohl die Regenerationszeiten wie auch der hohe Bedarf an Qualifikationszeiten werden vernachlässigt. Ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum sei durch diese kurzfristige Arbeitszeitgestaltung daher gefährdet.

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