Lange Aufenthalt geplant
Handballer beziehen ihr Quartier

Zwei Stockwerke über seinem Kumpel Dirk Nowitzki hat am Donnerstag auch Christian Schwarzer mit den deutschen Handball-Weltmeistern das Olympische Dorf bezogen. Gegen Mittag kam die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand aus dem Trainingslager in Zhuhai nahe Hongkong in Peking an, wo sie einen langen Aufenthalt plant.

"Hoffentlich bis zum 24. August", sagte Kreisläufer Schwarzer nach dem ersten Training im Olympic Sports Center Gymnasium. Am letzten Tag der Sommerspiele findet im Pekinger National Indoor Stadium das Spiel um Gold statt. Auch für das Olympische Dorf hatten die Handballer nach einem kurzen Umschauen schon viel Lob parat. DHB-Vize-Präsident Horst Bredemeier sprach vom "besten Dorf, das ich bisher gesehen habe".

Christophersen steht als Ersatz bereit

Mit in die kleine Stadt in der Stadt durfte auch der Mindener Rückraumspieler Michael Haaß ziehen, der für den in Zhuhai verletzten Lars Kaufmann aus Lemgo (Muskelfaserriss) ins Team gerückt ist. Für Heiner Brand fast schon obligatorisches Verletzungspech. "Das scheint etwas zu sein, was uns irgendwie verfolgt", sagte Brand, war im Ganzen aber mit dem Endspurt zufrieden: "Das war sehr angenehm."

Am Tag der Eröffnung wird auch noch Nachrücker Sven-Sören Christophersen (Wetzlar) in Peking erwartet. Er erhält statt Haaß die P-Akkreditierung für Ersatzleute und muss außerhalb des Dorfes wohnen. Dort werden die Handballer auch verfolgen, wie Nowitzki die deutsche Fahne ins Nationalstadion trägt, denn vor dem ersten Turnierauftritt am Sonntag gegen Südkorea (15.45 Uhr Orstzeit/9.45 Uhr Mesz) will Brand sein Team keinen Belastungen mehr aussetzen.

Hens sieht acht potentielle Olympiasieger

Wieder im Training sind die anderen Sorgenkinder Torsten Jansen (Wadenverletzung), Holger Glandorf und Pascal Hens (beide Bauchmuskelzerrung). "Ich hoffe, wir werden auch spielen wie die Weltmeister", meint Hens. Allerdings warte eine unglaublich schwierige Aufgabe: "Zwölf Teams spielen bei diesem Turnier mit und acht können es gewinnen."

Die Deutschen treffen in ihrer Vorrundengruppe nach dem Südkorea-Spiel im Zwei-Tages-Rhythmus noch auf Island, Afrikameister Ägypten, Rekord-Olympiasieger Russland und Europameister Dänemark. In der Parallelgruppe spielen Olympiasieger Kroatien, die Ex-Weltmeister Spanien und Frankreich, Vize-Weltmeister Polen, Brasilien und Gastgeber China.

© SID

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