Lange Sperre droht
Mutu denkt über Karriereende nach

Adrian Mutu glaubt nach der Entlassung von Chelsea London vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Einer machte dem wegen Kokainkonsums entlassenen Fußballer aber Mut.

HB BERLIN. Adrian Mutu hat keine Ahnung wie es mit ihm weitergehen soll. Der rumänische Stürmer kündigte nach dem Rauswurf beim englischen Fußball-Erstligisten Chelsea London an: «Mein Karriere liegt in Ruinen. Ich kann eigentlich aufhören, Fußball zu spielen. Was bleibt mir noch, ich habe keine Ahnung, was ich tun soll». Dem «Sunday Mirror» sagte der 25-Jährige: «Chelsea hat mich zerstört. Ich bin schockiert und überrascht über die Entscheidung.»

Der Verein hatte sich am Freitag von Mutu getrennt, weil dieser positiv auf Kokain getestet worden war. «Ich habe nicht erwartet, dass sie mich weiterbezahlen, während ich suspendiert bin, aber dass sie mich feuern, hätte ich nicht gedacht», sagte Mutu. Ihm droht nun eine Sperre zwischen sechs Monaten und zwei Jahren.

Hoffnung machte ihm Teammanager Arsene Wenger vom englischen Meister Arsenal London, der nach Ablauf der Sperre eine Verpflichtung des Rumänen in Erwägung zieht. «Mutu hat wie jeder andere das Recht, noch einmal bei Null anzufangen, nachdem er seine Strafe abgesessen hat», sagte der Franzose der «Mail on Sunday». «Wenn das passiert ist, ist er frei für Verhandlungen. Dann muss man sich treffen und schauen, ob er eine Hilfe sein kann. Es gab schon andere Spieler, die positiv getestet wurden und danach wieder bei großen Klubs spielten.»

Zuvor hatte die englische Spielergewerkschaft PFA wegen der Entlassung schwere Vorwürfe gegen Chelsea erhoben. Der Test sei eine gezielte Aktion gewesen, um den Spieler «loszuwerden», vermutet PFA-Geschäftsführer Graham Taylor.

Mutu hatte erst den Konsum von Kokain zugegeben und auf das Öffnen der B-Probe verzichtet, wenig später den Gebrauch aber wieder bestritten. Zwischenzeitlich behauptete Mutu, das Kokain zur Steigerung seiner sexuellen Leistungsfähigkeit benutzt zu haben.

Unterdessen rief die Entlassung des Torjägers, der in der vergangenen Saison vom AC Parma nach London gewechselt war, in Rumänien ein großes Medienecho hervor. Die Zeitung «Adevarul» kommentierte: «Chelseas Entscheidung kommt einem lebenslangen Ausschluss Mutus vom großen Fußball gleich. Der rumänische Kapitän hat seine Chancen, der Beckham des Balkans zu werden, zerstört.»

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