Langers Tribut ans Alter - Cejka ist "völlig fertig"
Langer und Cejka scheitern

Die deutschen Golfstars Bernhard Langer und Alexander Cejka haben die Qualifikation für die 133. British Open Championship vom 15. bis 18. Juli im schottischen Troon nicht geschafft.

HB LONDON. Ryder Cup-Kapitän Langer, der seit 1980 ununterbrochen am wichtigsten und ältesten Golfturnier der Welt teilnahm, hatte am Montag im südenglischen Sunningdale mit 145 Schlägen für 36 Löcher 8 Schläge zu viel auf seinem Konto. Cejka verfehlte nach zwei Runden in Potomac (USA) die Qualifikation um einen einzigen Schlag. Das Duo musste durch die Qualifikation, weil beide Spieler laut "Open- Reglement" ihre direkte Starterlaubnis verloren hatten.

"Jo mei, neun Wochen Verletzungspause waren einfach zu viel. Der Bernhard ist eben keine 30 Jahre mehr, sondern 46. Jetzt muss er weiter hart trainieren und sich in Ruhe auf den Ryder Cup vorbereiten", zeigte sich Bruder und Manager Erwin ganz nach bayerisch-schwäbischer Gutsherrenart gelassen. Denn vor fast neun Wochen hatte die jüngste Misere von Langer mit mehreren Sehnen- Anrissen im Handgelenk begonnen, die den ehrgeizigen "Trainingsweltmeister" zur Pause zwangen.

Die Ärzte empfahlen wochenlanges Turnierverbot und Langer befolgte den Rat, weil sich die Anzeichen von Verschleiß nach 28-jähriger Profikarriere verdichteten. Bei den French Open stieg er in der vergangen Woche wieder ein und verpasste prompt auf dem schwierigen Kurs in Versailles den Cut. Es war zu früh, um die Blockade im Kopf mit der Angst vor weiteren Verletzungen zu lösen.

Und die die 36 Löcher-Tortur innerhalb eines Tages in Sunningdale gleich im Anschluss waren "zu viel des Guten", wie Bruder Erwin empfand. "Ich glaube, für Bernhard reduziert sich das Golfjahr 2004 jetzt nur noch auf drei Monate", meinte Erwin Langer.

Langer macht Familien-Urlaub in seiner Heimat Anhausen, wird im Juli trainieren und im August zu drei Turnieren mit dem Höhepunkt bei der US PGA Championship in seine Wahlheimat Florida zurückfliegen. Nach seinem Turnier bei der Linde German Masters in Köln-Pulheim fliegt er am 13. September als Kapitän des europäischen Ryder Cup- Teams zum Match des Jahres gegen die USA nach Detroit/Michigan.

Völlig enttäuscht und ausgelaugt vom Turnierstress meldete sich Alex Cejka nach seiner "Niederlage" in Potomac/Maryland bei seinem Manager Richard Raymond. 24 Stunden zuvor hatte Cejka noch mit einem 8. Rang bei der Booz Allen Classic geglänzt und seine US-Tourkarte 2005 so gut wie sicher in der Tasche. "Ich bin völlig fertig" sagte der 33-Jährige, den sie wegen seiner vielen Starts "Ironman" nennen. Nach 16 Turnieren spürt Cejka eine "gewisse Leere" im Kopf.

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