Langfristig gute Aussichten
Greenspan gibt Entwarnung

Die Terroranschläge auf die USA werden die langfristigen Perspektiven der amerikanischen Wirtschaft kaum beeinflussen. Das erklärte Alan Greenspan, Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), bei einer Anhörung vor dem US-Senat. "Die Attacke am 11. September hat kurzfristig die US-Wirtschaft hart getroffen und in der vergangenen Woche fast zum Stillstand gebracht", sagte Greenspan. Mit ihren deregulierten Finanzmärkten, flexiblen Arbeitsmärkten und der starken Verbreitung von Informationstechnologie seien die USA jedoch gut gerüstet, um diesen Schock zu verkraften.

tor NEW YORK. Die genaue Schadenshöhe lässt sich nach den Worten von Finanzminister Paul O?Neill derzeit noch nicht ermessen. Er forderte die Amerikaner auf, sich von dem Einbruch an der Börse nicht verunsichern zu lassen. Die Aktienkurse in den USA verloren gestern erneut stark an Boden. Er stellte fiskalpolitische Hilfen für die Wirtschaft in Aussicht. Die Regierung brauche jedoch Zeit, um die Pakete zu schnüren. Diskutiert werden direkte Subventionen für Fluggesellschaften und steuerliche Entlastungen.

Es war das erste Mal, dass sich Greenspan nach den Terroranschlägen äußerte. Die Fed hatte Anfang der Woche die Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte auf 3 % herabgesetzt. Die Terroranschläge haben nach Meinung von Greenspan das Vertrauen vieler Investoren erschüttert. Zudem sei der private Konsum stark zurückgegangen. Für die Finanz- und Geldpolitik käme es jetzt darauf an, dieses Vertrauen wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang sprach sich Greenspan für eine neue Welthandelsrunde im November aus. Ein erfolgreicher Abschluss würde die Weltwirtschaft stärken und sei die richtige Antwort einer freien Gesellschaft auf den Terrorismus.

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