Langfristig Übernahmen angestrebt
T-Systems plant Zukauf in USA

Die Informationstechnologie- und Systemslösungs-Tochter der Deutschen Telekom strebt einem Zeitungsbericht zufolge binnen eineinhalb Jahren eine Expansion in den USA durch Zukauf an.

rtr HAMBURG. Unternehmenschef Christian Hufnagl sagte der "Financial Times Deutschland" in einem Interview, in etwa 18 Monaten sei die Frage "konkret auf dem Tisch, dass wir uns verstärken". Wenn T-Systems in den USA aus eigener Kraft wachsen wolle, müssten fünf Jahre anberaumt werden. "Diese Zeit haben wir aber nicht", sagte Hufnagl dem Bericht zufolge weiter. In den USA und auch Asien werde T-Systems versuchen, Unternehmen zu übernehmen, zitierte die Zeitung den Firmenchef weiter. Hufnagl konkretisierte damit eine Zielvorgabe des Telekom-Konzerns.

Der für das internationale Geschäft zuständige Vorstand Jeffrey Hedberg hatte bereits Anfang Juni in einem Zeitungsbericht signalisiert, dass die Konzern-Sparte T-Systems in Japan, Großbritannien und den USA verstärkt werden müsse, um Geschäftskunden besser erreichen zu können. Übernahmen kämen aber nur auf lange Sicht in Frage, hatte Hedberg gesagt.

Börsengang soll akquisitionsfähig machen

Dem Bericht der FTD zufolge will T-Systems-Chef Hufnagl das Unternehmen zudem bis zum Jahresende 2002 börsenfähig machen. Ob und wann die Konzern-Sparte an die Börse gebracht werden solle, stehe noch nicht fest. Dem Zeitungsbericht zufolge soll ein Börsengang das Unternehmen akquisitionsfähig machen. Für das dritte Geschäftsquartal sagte der Firmenchef wie im zweiten Quartal ein Umsatzplus von 19 % voraus. Im vierten Quartal werde aber auf Grund der schwächeren konjunkturellen Entwicklung eine Steigerungsrate in dieser Höhe nicht mehr erreicht, sagte Hufnagl dem Bericht zufolge weiter. Für das Gesamtjahr rechnet der Unternehmenschef mit einem Umsatzplus von 15 % "und vielleicht ein bischen mehr". Eine Steigerungsrate von 15 % hatte Telekom-Chef Ron Sommer bislang als Zielgröße für das Umsatzwachstum des Gesamtkonzerns vorgegeben. Beim Gewinn im ersten Halbjahr liegt T-Systems dem Bericht zufolge deutlich über Plan.

Den Personalbestand wolle T-Systems im laufenden Jahr um 2800 von derzeit 37 500 Mitarbeiter erhöhen, berichtete die Zeitung weiter. Zahlreiche Mitarbeiter hatten nach der Mehrheitsübernahme des Vorläuferunternehmens Debis Systemhaus von Daimler-Chrysler durch die Telekom T-Systems verlassen. Ende Mai hatte die Mitarbeiterzahl mit 37 000 Beschäftigten um rund 3500 unter Plan gelegen.

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