Langfristiger Abwärtstrendkanal
SAP: Böse Überraschung

Die Aktie des Walldorfer Softwareherstellers SAP bewies in den vergangenen anderthalb Jahren erstaunliche Nehmerqualitäten.

DÜSSELDORF. Obwohl die Technologiebörsen immer neue Tiefststände markierten, erholte sich die SAP-Aktie überraschend schnell von ihren Kurseinbrüchen. Kurse unter 110 Euro erwiesen sich als ideale Kaufgelegenheiten. Ging der Kurs anschließend über 150 Euro, war wieder der Verkauf des Dax-Papiers angesagt.

Im derzeitigen Abschwung an den Technologiebörsen dürfte die Aktie erneut in Richtung 100 Euro absacken. Und sicher liegen auch schon wieder viele Anleger auf der Lauer, um das Papier nach bewährtem Muster abzufischen. Aber Vorsicht: Die vermeintlich sichere Unterstützung um die Marke von 110 Euro könnte sich diesmal als brüchig erweisen. Es besteht große Gefahr, dass die Aktie diesmal aus dem als Konsolidierungsformation bekannten Rechteck herausfallen wird.

Anlass zur Sorge bereitet nicht nur der Kursverlauf des amerikanischen Branchenmitglieds Oracle - die Aktie stürzte in den vergangenen Wochen weit unter ihre Tiefstkurse vom September 2001. Bei SAP hat sich mit dem Abprallen an der bei knapp 180 Euro verlaufenden Trendlinie T1 inzwischen auch ein langfristiger Abwärtstrendkanal gebildet. Und dessen untere Begrenzung verläuft gegenwärtig bei etwa 82 Euro (Punkt 1).

Auf diesem Kursniveau endete Anfang 1999 schon einmal ein langfristiger Abwärtstrend (Punkt 2). Auch die laufende Bewegung nach unten könnte daher erst an dieser Kursmarke enden. Ob diese Unterstützung dann auch hält, dürfte sich allerdings erst bei ihrem erfolgreichen zweiten Test zeigen.

Quelle: Wirtschaftswoche

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