Langjährige Untersuchung abgeschlossen
Visa muss Transaktionsgebühren senken

Die Europäische Kommission hat der Kreditkartenorganisation Visa International die Erhebung von so genannten Interchange-Gebühren an Händlern, die die Zahlung mit Visa-Karten akzeptieren, genehmigt. Die Gebühren müssten aber deutlich niedriger als derzeit sein, teilte die Kommission am Mittwoch mit.

Reuters BRÜSSEL. Mit der Entscheidung schließt die Kommission eine auf Beschwerde des europäischen Einzelhandelsverbandes Eurocommerce eingeleitete langjährige Untersuchung ab. Eurocommerce hatte sich bei der Kommission über die Forderung von Gebühren für jede Transaktion mit Visa-Karte beschwert.

Für Eurocommerce ist die Entscheidung der Kommission nicht ausreichend. "Wir sind damit nicht zufrieden, dass die Kommission die Einführung von Wettbewerb in das System unterlassen hat. Dies geht auf Kosten der Verbraucher", sagte der Generalsekretär von Eurocommerce, Durieu Xavier.

Visa hat dagegen die Entscheidung der Kommission begrüßt. Hans van der Velde, Präsident von Visa EU, sagte: "Wir begrüßen die Entscheidung der Kommission hinsichtlich der Interchange-Gebühr. Und wir sind froh darüber, dass der Bedarf für diese Gebühr erkannt wurde. Sicherlich stellt dies einen Kompromiss dar, aber unsere Mitglieder werden dies akzeptieren, gerade weil es einer langen Zeit der Unsicherheit ein Ende bereitet."

Visa ist ein Verbund von Banken und Sparkassen. Visa selbst gibt keine Karten aus, sondern sämtliche Karten werden ausschließlich von den Mitgliedsbanken emittiert.

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