Langsame Erholung erwartet
Qiagen am oberen Ende der Prognosen

Das Biotechnologie-Unternehmen Qiagen hat seinen operativen Gewinn im ersten Quartal 2002 deutlich gesteigert.

Reuters VENLO. Qiagen und die Roche Molecular Diagnostics sind eine strategische Entwicklungs- und Vertriebsallianz eingegangen. Innerhalb dieser Allianz sollen Hepatitis- und Aids-Tests entwickelt und vermarktet werden. Qiagen wird unter anderem die Systeme für die Probenvorbereitung von Nukleinsäuren entwickeln und diese an Roche liefern. Den Vertrieb der Diagnostiksysteme an Großlabore in den USA werde Roche übernehmen.

Das Qiagen-Betriebsergebnis nach Akquisitionskosten hat sich um 36 Prozent auf 15,7 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum erhöht, teilte das Unternehmen mit. Den (verwässerten) Überschuss je Aktie steigerte der Weltmarktführer im Bereich der Aufbereitung von Nukleinsäuren auf 0,07 von 0,04 Dollar. Der Umsatz sei um zwölf Prozent auf 70,5 Millionen Dollar gestiegen.

Über die Zukunft äußerte sich Qiagen zurückhaltend optimistisch, ohne jedoch genaue Angaben zu machen. Ohne Berücksichtigung von Akquisitionskosten nahm der operative Gewinn um 20 Prozent auf 17,4 Millionen Dollar und der Überschuss um 31 Prozent auf 10,5 Millionen Dollar zu.

Vor Akquisitionskosten liegen die Qiagen-Zahlen damit am oberen Ende der Analystenprognosen, nach diesen Sonderaufwendungen aber am unteren.

Qiagen-Chef Metin Colpan sagte, er sehe "eine langsame Erholung des Marktumfeldes". Nachdem die Budgets für die akademischen Forschungseinrichtungen im Januar verspätet beschlossen worden seien, habe sich die Auftragslage in diesem Bereich, der rund 55 Prozent des Qiagen-Geschäftes ausmache, verbessert.

Die Forschungsausgaben der Pharma-Industrie seien im ersten Quartal zwar deutlich zurückgegangen, sagte Colpan weiter. Aber auch hier seien Anzeichen für eine Erholung zu erkennen. Aufträge der Pharma-Konzerne machen den Angaben zufolge gut ein Drittel des Qiagen-Umsatzes aus.

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