Langsamer Karriere-Ausklang
Kahn freut sich auf die Bundesliga

Oliver Kahn blickt zuversichtlich in die neue Bundesliga-Saison. Trotzdem denkt der Bayern-Keeper langsam an sein Karriereende. Auch eine Rückkehr zum Karlsruher SC schließt der Nationaltorhüter nicht mehr aus.

HB/dpa MÜNCHEN. Fußball-Nationaltorhüter Oliver Kahn verspürt nach seinen Motivationsproblemen im Vorjahr erstmals wieder Vorfreude auf den Start der Bundesliga. "Im Gegensatz zum vergangenen Jahr freue ich mich, dass es endlich wieder losgeht", sagte er nach dem Training des FC Bayern München am Montag. Nach Meinung des Münchner Kapitäns stellt sich die Mannschaft des deutschen Meisters mit Konzentration auf das Eröffnungsspiel am Freitag gegen Aufsteiger Eintracht Frankfurt ein. "Die Späße werden weniger", beschrieb Kahn die Stimmung.

Zum offenbar bevorstehenden Wechsel des niederländischen Nationalstürmers Roy Makaay zum FC Bayern meinte Kahn, dass sich der Torschützenkönig der spanischen Liga erst einmal bei den Bayern eingewöhnen müsse: "Es kann Zeit brauchen, bis er sich integriert hat." Zudem hofft Kahn, dass Makaay im Falle eines Transfers für die Münchner genauso torgefährlich ist wie bei Deportivo La Coruna, für das er in der Vorrunde der Champions League in der vergangenen Saison gleich vier Mal gegen die Bayern traf.

Unterdessen macht sich Kahn auch Gedanken um den Abschluss seiner Laufbahn. Er kann sich vorstellen, seine Karriere im Ausland oder bei einem kleineren Verein zu beenden. "Ich weiß nicht, ob ein radikales Ende so gut ist", sagte er in einem Interview mit dem Fachblatt "kicker" (Montag-Ausgabe). Als Torwart der Nationalmannschaft werde er aber definitiv nach der Weltmeisterschaft 2006 zurücktreten. Ob er seinen Vertrag bei Bayern über 2006 hinaus verlängert, sei noch unklar, so Kahn. Sein Karriereende könne er aber vorbereiten, "indem ich nicht mehr im absoluten Spitzenfußball spiele". Auch eine Rückkehr zu seinem Heimatclub Karlsruher SC schließt der Torhüter nicht aus.

Für die neue Saison in der Bundesliga erwartet Kahn eine Rückkehr "zu den Wurzeln". "Im Fokus wird wieder stehen, was den Fußball ausmacht. Und nicht, ob ein Spieler wieder eine neue Frisur trägt", sagte der 34-Jährige. Von Lob für den FC Bayern schon vor Saisonstart will sich Kahn nicht beeindrucken lassen: "Ich lasse mich nicht mehr blenden. Unsere Mannschaft muss erst beweisen, dass sie in allen Wettbewerben auf höchstem Niveau mithalten kann." Die Münchner müssten den Anspruch haben, sowohl national als auch international erfolgreich zu sein, betonte Kahn: "Gerade die ganz großen Mannschaften zeichnet die Fähigkeit aus, in allen Wettbewerben vorn mitzuspielen. Für uns gibt es keine Prioritäten."

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