Langwierige Verhandlungen erwartet – Konflikt um Werksschließungen
General Motors legt Kaufangebot für Daewoo Motor vor

Nach monatelangem Zögern hat der weltgrößte Autokonzern General Motors ein Kaufangebot für den bankrotten südkoreanischen Autobauer Daewoo Motor vorgelegt.

afp SEOUL. Die größte Gläubigerbank bestätigte am Mittwoch in Seoul den Eingang des Angebotes, machte jedoch keine Angaben zum Inhalt. Analysten zufolge wird General Motors nicht mehr als zwei Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Mark/2,3 Milliarden Euro) bieten. Die Verhandlungen über das Angebot sollen kommende Woche beginnen

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General Motors hatte sich zum Unmut der Gläubiger des Autobauers und der Regierung in Seoul sechs Monate Zeit genommen, das Unternehmen auf Herz und Nieren zu prüfen. Der südkoreanische Autobauer selbst fuhr in den vergangenen Monaten ein striktes Sparprogramm, um die Kosten für eine mögliche Übernahme durch General Motors zu senken. Die Entlassung von Tausenden von Arbeitern führten zu Werksbesetzungen und gewaltsamen Protesten der Beschäftigten. Durch den rigiden Kurs konnte Daewoo Motor im April erstmals seit drei Jahren zumindest auf Monatsbasis wieder schwarze Zahlen schreiben.

Der südkoreanische Autobauer war in die Krise geschlittert, nachdem der Mutterkonzern Daewoo im August 1999 unter einer Schuldenlast von 80 Milliarden Dollar (182 Milliarden Mark/93,2 Milliarden Euro) zusammengebrochen war. Zunächst hatte der US-Autohersteller Ford ein Kaufangebot für Daewoo Motor abgegeben, dieses aber im Herbst vergangenen Jahres zurückgezogen. Daraufhin bekundete General Motors - zu dem auch der deutsche Autobauer Opel gehört - Interesse und begann mit einer Finanzprüfung.

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