Langzeitrisiko für Natur und Menschen
Stichwort: Brennende Ölfelder

Schon im Golfkrieg 1991 steckten irakische Soldaten Ölfelder in Brand. Mit diesem Befehl löste Hussein gewaltige Umweltschäden aus. Zehn Monate brauchten damals die Feuerwehrexperten, um das Inferno zu löschen - unter anderem mit Sprengstoff.

HB/DPA

Schon im Golfkrieg von 1991 haben Ölfelder gebrannt. Damals legten auf Befehl Saddam Husseins die irakischen Soldaten fünf Tage nach Beginn der US-Invasion Feuer an mehr als 700 Ölquellen auf dem Gebiet Kuwaits. Ein nennenswertes Hindernis für die amerikanische Armee war diese taktische Maßnahme im Januar 1991 nicht. Jedoch löste der Machthaber von Bagdad gewaltige Umweltschäden aus. Zehn Monate brauchten Feuerwehrexperten aus zehn Ländern, um das Inferno zu löschen - unter anderem mit Sprengstoff. Auch der bekannte US-Spezialist Red Adair war unter den Helfern.

Die Feuer setzten damals gewaltige Mengen an Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid frei. Sie verpesteten Kuwaits Luft und stellen für Natur und Mensch ein Langzeitrisiko dar. Auch der wirtschaftliche Schaden war enorm: Nach Berechnungen der US-Behörde National Science Foundations fraßen die Flammen täglich bis zu drei Millionen Barrel Öl (477 Millionen Liter), knapp fünf Prozent des Tagesweltverbrauchs.

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