Lanze für Leistungsträger gebrochen: Grüne für Abkehr von Sozialauswahl bei Kündigungen

Lanze für Leistungsträger gebrochen
Grüne für Abkehr von Sozialauswahl bei Kündigungen

Die Grünen arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge an einer umfassenden Reform des Kündigungsschutzes.

Reuters BERLIN. Ziel ihrer Partei sei ein flexibler Kündigungsschutz mit klaren Abfindungsregeln und einer Abkehr von der bisherigen Sozialauswahl, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Thea Dückert einem Bericht der "Financial Times Deutschland" in deren Mittwochsausgabe zufolge. Alle Arbeiter und Angestellten sollten künftig die Wahl haben, ob sie lieber den klassischen Kündigungsschutz oder eine Abfindung in Anspruch nehmen.

Die bei Kündigungen übliche Sozialauswahl müsse flexibler gehandhabt werden, sagte Dückert weiter. "Die Sozialauswahl muss so gestaltet werden, dass Unternehmen auch in der Krise die Möglichkeit haben, Leistungsträger zu behalten."

Dückert forderte zudem eine Öffnung der Flächentarifverträge für mehr betriebliche Bündnisse. "Dafür müssen Öffnungsklauseln und Lohnkorridore in den Tarifverträgen entwickelt werden." Künftig sollten Unternehmer und Betriebsräte für Firmen in der Krise Löhne vereinbaren können, die befristet niedriger liegen als im Flächentarifvertrag vorgesehen. "Die Gewerkschaften müssen hier mehr Mut zeigen", sagte Dückert dem Bericht zufolge.

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