Laschen an den Gleisen wurden mutwillig entfernt
Mindestens 100 Tote bei Zugunglück in Indien

In Indien hat sich ein schweres Zugunglück ereignet, wobei mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen sind. Der für Eisenbahn zuständige Staatsminister deutete zudem im Fernsehen an, dass Sabotage im Spiel sein könnte.

Reuters NEU-DELHI. Staatsminister Bandaru Dattatreya sagte am Dienstag dem Fernsehsender Star TV: "Der Tod von mindestens 100 Fahrgästen ist bestätigt." Bei der Stadt Gaya waren zahlreiche Passagierwagen eines Expresszuges über einer Brücke aus den Gleisen gesprungen. Der hochmoderne und voll klimatisierte Rajdhani-Expresszug war von Kalkutta nach Neu-Delhi unterwegs.

Der Staatsminister sagte unter Berufung auf Ermittlungen der Behörden, an den Gleisen seien Laschen entfernt gewesen, so dass der Zug habe entgleisen können. "Das könnte also Sabotage gewesen sein. Jemand muss dahinter stehen."

Nach indischen Fernsehberichten ereignete sich das Unglück auf einer Brücke in der Nähe der Stadt Gaya (Bundesstaat Bihar). Unter Berufung auf Polizeiangaben hieß es, ein Waggon sei in einen Hochwasser führenden Fluss gestürzt. Drei weitere Waggons hingen noch an der Brücke fest. Ein oder zwei weitere Waggons seien schwer beschädigt worden.

Mit dem Rajdhani-Express werden die wichtigsten Städteverbindungen von Neu-Delhi aus hergestellt. Der Zug hatte Kalkutta am Montag gegen 05.30 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MESZ) verlassen und sollte gegen 10.00 Uhr am Dienstag in der indischen Hauptstadt eintreffen. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Press Trust of India hätte der ins Wasser gestürzte Waggon bis zu 64 Fahrgäste aufnehmen können.

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