Laser misst Elastizität von Zellen
Diagnose von Krebs beschleunigt

Mit einer neuen Lasermesstechnik könnten künftig in der Krebsdiagnostik kranke Zellen schneller von gesunden unterschieden werden. Mit Hilfe eines so genannten "Optischen Streckers" vermessen Physiker der Universität Leipzig in rascher Folge Hunderte von Zellen und unterscheiden anhand der gemessenen Elastizität krebsartige von normalen Zellen

hsn DÜSSELDORF. "Die Methode ermöglicht es uns, die kranken Zellen zu fühlen", erklärt Jochen Guck, der das Verfahren während seiner Promotion an der Universität von Texas in Austin entwickelt hat. Kranke Zellen sind häufig weicher als gesunde Zellen. Außerdem unterscheiden sich Zelltypen nach ihrer Verformbarkeit. "Krebszellen beispielsweise sind zwischen zwei- und zehnmal weicher als gesunde Zellen und verformen sich unter dem Einfluss des Laserstrahls deutlich stärker als gesunde Zellen", erläutert der Physiker. Diese Eigenschaft macht sich das System des optischen Streckens zu Nutze.

Weiterer Vorteil: Das Entnehmen von Gewebeproben würde durch die neue Technik überflüssig, denn für das Testen der Zellen werden keine ganzen Gewebeschichten benötigt, sondern nur einzelne Zellen, die mit Hilfe von Punktionen oder Abstrichen gewonnen werden können. Die Zellen werden dann mit einer Nährlösung verdünnt.

Der Forscher arbeitet nun mit Ärzten des Universitätsklinikums Leipzig daran, die mechanischen Eigenschaften von Zellen aus verschiedenen Gewebetypen zu erfassen, anhand deren später kranke Zellen entdeckt und Krankheiten diagnostiziert werden können.

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