Archiv
Laser misst Frequenzen von Licht

Ein Verfahren, mit dem die Frequenzen von Licht gemessen und gleichzeitig auch in definierten Größen erzeugt werden können, haben Münchener Max-Planck-Forscher entwickelt. Mit dieser Methode könne man sich nun die Frequenzen des Lichts genauso nutzbar machen wie die der Radio- und Mikrowellen, so die Forscher.

DÜSSELDORF. Ein Verfahren, mit dem die Frequenzen von Licht gemessen und gleichzeitig auch in definierten Größen erzeugt werden können, haben Münchener Max-Planck-Forscher um Prof. Theodor Hänsch http://www.mpq.mpg.de/~haensch/ entwickelt. Mit dieser Methode könne man sich nun die Frequenzen des Lichts genauso nutzbar machen wie die der Radio- und Mikrowellen, erläutert Hänsch den Fortschritt. Das Forscherteam aus München wurde mit dem Projekt für den Deutschen Zukunftspreis 2001 nominiert.

Mit einem so genannten Frequenzkammgenerator können die Physiker nun den sichtbaren Bereich des Lichts in Millionen von Farben präzise trennen und unterscheiden. Wurde die Methode zunächst für die Forschung entwickelt, sind inzwischen auch zahlreiche praktische Anwendungen in Sicht: So ermögliche die neue Technik beispielsweise die Entwicklung neuartiger Atomuhren. Diese setzen als Pendel Atome ein, die mit der Frequenz des Lichts schwingen. Dadurch werde die Genauigkeit der herkömmlichen Uhren um das Tausendfache übertroffen, unterstreicht Hänsch die Bedeutung der Entwicklung.

"Solche genauen Uhren spielen an vielen Stellen eine Rolle, wo man sie gar nicht vermutet", freut sich der Max-Planck-Forscher. So sollen in Zukunft immer mehr Daten über eine Glasfaser geschickt werden. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Bei der einen Technik müssen die in schneller Folge ankommenden Lichtimpulse synchronisiert werden können. Bei der anderen Methode werden die Informationen parallel über verschiedene Kanäle in verschiedenen Farben übertragen. Mit dem Frequenzkammgenerator können diese Daten auf einer genau bestimmbaren Trägerfrequenz verschickt und anschließend wieder zusammengeführt werden.

Die Wissenschaftler haben sich ihre Technik patentieren lassen. Im Juli dieses Jahres haben sie außerdem eine eigene Firma gegründet, die Menlo Systems GmbH, die als erstes Produkt einen optischen Frequenzsynthesizer entwickelt hat, der in der Forschung genutzt werden soll. Dieses Gerät kann erstmals jede optische Frequenz genau vermessen und generieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%