"Lastenesel der Lüfte" angeblich unwirtschaftlich
Cargolifter weist Pleite-Gerüchte zurück

Der Luftschiffbauer Cargolifter hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über technische Probleme mit den Luftschiffen als falsch zurückgewiesen.

dpa POTSDAM/BERLIN. In einer am Samstag verbreiteten Erklärung des Unternehmens heißt es, man gehe davon aus, dass die Informationen gezielt an den "Spiegel" gegeben worden seien, um der börsennotierten Aktiengesellschaft insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Hauptversammlung und die anstehenden Finanzierungsschritte nachhaltigen Schaden zuzufügen.

Das Unternehmen kündigte an, umgehend das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel einzuschalten und Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten.

Nach dem Bericht droht Cargolifter die Pleite. Wie das Nachrichtenmagazin berichtete, scheine sich die Vision vom Lastenluftschiff nach einer internen Untersuchung als technisches und finanzielles "Himmelfahrtskommando" zu entpuppen. Unter den Experten, die Vorstandschef Carl von Gablenz in das Unternehmen geholt habe, würden die Zweifel am Projekt wachsen.



In dem Bericht wird Gablenz mit der Äußerung zitiert, die angesprochenen Probleme seien ihm bekannt. Er halte sie jedoch für technisch lösbar. Diese Darstellung wies das Unternehmen ebenfalls zurück. Cargolifter prüfe derzeit straf- und zivilrechtliche Schritte, sowohl gegen den oder die Informanten als auch gegen das Magazin.

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