Latenwärmespeicher unter Baustoffe gemischt
Wand schluckt Wärme

Forscher am Fraunhofer für Solare Energiesysteme-Institut in Freiburg erproben die Verwendung von Paraffinen als "Latentwärmespeicher in Baustoffen". Die so genannten "Phase-Change-Materials" sollen zusätzliche Speichermasse in die Bausubstanz bringen.

hsn DÜSSELDORF. In Gebäuden in Leichtbauweise wird es im Sommer rasch unangenehm heiß. Ein Grund liegt in der geringen Wärmeaufnahme der Wände. Mit Latentwärmespeichern, die in die Bausubstanz eingelagert werden, kann man die Wärmekapazität von Gebäude erhöhen und so das Raumklima bei angenehmen Temperaturen stabilisieren. Sie nehmen bei einer bestimmten Temperatur Wärme auf - ohne die eigene Temperatur zu verändern.

Wer an einem heißen Sommertag eine Kirche betritt, weiß die angenehme Kühle zu schätzen. Zum einen lassen die Kirchenfenster wenig Sonne herein. Zum anderen sind die massiven Wände große Wärmepuffer, die tagsüber die Wärme aufnehmen und nachts wieder abgeben. Bei Gebäuden, denen ein ausreichender Wärmepuffer fehlt, können Latentwärmespeicher (engl. Phase-Change-Materials, kurz "PCM" genannt) zusätzliche Speichermasse in die Bausubstanz bringen. PCM nehmen bei einer bestimmten Temperatur Wärme auf - ohne die eigene Temperatur zu verändern. Die Aufnahme der Wärme ändert den Aggregatzustand des Materials, z. B. von fest nach flüssig.

Die vom Fraunhofer-Institut ISE eingesetzten Paraffine werden zunächst mikroverkapselt. Das heißt, sie erhalten einen Kunststoffmantel. In dieser Form können sie wie ein Pulver handelsüblichen Baustoffen beigefügt werden. Informationen über die Ergebnisse der Untersuchung werden im Internet unter unter www.bine.info veröffentlicht.

hsn

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