Lauda und Ecclestone setzen auf Weltmeister
Schumacher will Premieren-Sieg im neuen Ferrari

Neues Auto, neue Chancen, neue Hoffnung: Michael Schumacher will zur langersehnten Premiere seines mit Spannung erwarteten 2003-Ferraris gleich einen Sieg und damit die Basis für die Wende im Titelkampf schaffen.

HB/dpa MÜNCHEN. "Ein tolles Auto", lobte der Formel-1-Weltmeister den F2003-GA, der beim bevorstehenden Großen Preis von Spanien erstmals eingesetzt wird, und nannte am Dienstag auf seiner Homepage ehrgeizige Pläne für das Rennen in Barcelona: "Mein Ziel kann nur sein, sein Debüt so zu gestalten, wie ich den Abgang seines Vorgängers feiern konnte: Mit einem Sieg." Nach dem Erfolg beim letzten Rennen in Imola freut sich Schumacher nun auf den ersten Einsatz des neuen Dienstfahrzeugs: "Wir sind alle gespannt auf die Premiere des F2003-GA."

Für den dreimaligen Weltmeister Niki Lauda ist Michael Schumacher auch in diesem Jahr WM-Favorit Nummer eins, obwohl der Kerpener nach einem verpatzten Saisonstart erst im vierten Rennen gewinnen konnte. "Auf jeden Fall" könne der fünfmalige Champion die Aufholjagd an die WM-Spitze schaffen, glaubt der Österreicher. "Denn jetzt hat er wieder ein Rennen gewonnen. Er war in allen Rennen davor, so lange er gefahren ist, immer schnell. Und jetzt kriegt er noch ein neues Auto. Also was spricht da eigentlich dagegen?", sagte der frühere Ferrari - Pilot in einem dpa-Gespräch in München. Auch Bernie Ecclestone glaubt fest an den Ferrari-Star. "Ich bin mir absolut sicher, dass Michael Schumacher in dieser Saison zum sechsten Mal Weltmeister wird. Ich hoffe aber, es passiert erst in der letzten Kurve des letzten Rennens", sagte der Formel-1-Chef der "Sportbild" (Mittwoch-Ausgabe).

Vor dem Grand Prix am Sonntag (14.00 Uhr/live in RTL und Premiere) rangiert Schumacher in der WM-Wertung mit 18 Punkten auf dem dritten Platz hinter den beiden Silberpfeil-Piloten Kimi Räikkönen (32) und David Coulthard (19). Trotz der immer noch 14 Zähler Rückstand auf den finnischen Jungstar dürfte Schumacher zuletzt eine Wende eingeleitet haben. "Es war gut, dass wir beim Rennen in Imola wieder auf die Siegerstraße zurück gefunden haben", so Schumacher: "Zu viele Leute hatten uns bereits in einer Krise gesehen und uns unsere Einschätzungen nicht wirklich abgenommen. Insofern ist mit dem Heimsieg in Imola nun etwas Ruhe eingekehrt, und auf das nächste Rennen können wir uns freuen."

Schumacher im neuen Auto, die Konkurrenz noch im "alten": Der Ferrari-Pilot hat bei den nächsten Rennen gute Chancen, die McLaren - Mercedes einzuholen oder sogar zu übertrumpfen. Denn die "Silbernen" bringen ihr diesjähriges Fahrzeug womöglich erst Mitte Juni. Die Konkurrenz müsse sich, wenn der neue Ferrari so schnell ist, wie es die Testfahrten vermuten lassen, wieder "warm anziehen", so Lauda.

Der F2003-GA gilt auf Grund toller Testzeiten als äußerst viel versprechend. Ferrari hatte mit dem ersten Einsatz lange gewartet, um das Auto so weit auszutesten, bis es zuverlässig ist. "Dass das neue Auto sein Debüt in Barcelona geben wird, ist insofern ein guter Zeitpunkt, als wir damit dort vor dem Rennen in Brasilien getestet und viele wertvolle Eindrücke gesammelt haben", so Schumacher.

Michael und Ralf Schumacher haben schwere Tage hinter sich. Nach dem Begräbnis ihrer Mutter am Freitag kehren die beiden am Donnerstag mit der Anreise nach Barcelona ins Arbeitsleben zurück. Sie bedankten sich via Internet für die Anteilnahme und für das Respektieren ihrer Privatsphäre. Er werde nun seinem Job "genauso konsequent nachgehen, wie ich dies bis jetzt gemacht habe. Weil ich dem Team gegenüber eine Verantwortung trage, und weil ich meinen Beruf über alles liebe", schrieb Ralf auf seiner Homepage. Gleichzeitig bat der Williams-Pilot um Verständnis, "dass ich mich nur zu sportlichen Dingen, nicht aber zum Tod meiner Mutter äußern werde. Das ist und bleibt privat und gehört meiner Meinung nach nicht an die Öffentlichkeit."

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