Lauf der Männer steht im Fokus
Berlin-Marathon gefragter denn je

Am kommenden Wochenende geht der Berlin-Marathon in die 30. Runde. 35 000 Läufer, 9 612 Skater und 126 Rollstuhlfahrer haben sich diesmal angemeldet. Erstmals endet die klassische Distanz der 42 195 m nicht mehr am Kurfürstendamm, sondern am Brandenburger Tor.

HB BERLIN. Der Berlin-Marathon jagt zur 30. Auflage an diesem Wochenende seine eigenen Rekorde. Zwar ist nach Intervention der Politik fraglich, ob die erstmalige Trennung von Läufern und Skatern auf zwei Tage auch im nächsten Jahr noch Bestand hat, doch mit insgesamt 35 000 Läufern am Sonntagmorgen und 9612 Skatern am Nachmittag zuvor toppen die Organisatoren der größten deutschen Laufveranstaltung erneut ihre bisherigen Spitzenwerte. Dazu kommen noch 126 Rollstuhlfahrer, 193 Powerwalker und 6700 Kinder der Berliner Schulen, die sich an dem Wettbewerb durch die Berliner Innenstadt beteiligen.

Eine geringe, aber wirksame Veränderung hat zum Jubiläum auch der Kurs erfahren. Erstmals endet die klassische Distanz der 42 195 m nicht mehr am Kurfürstendamm, sondern am Brandenburger Tor. "Das ist nur eine kleine Änderung. Sie hat uns aber viel Aufmerksamkeit eingebracht, weil damit eins der Symbole der deutschen Einheit in den Mittelpunkt gerückt ist", sagte Renndirektor Horst Milde.

Gewandelt hat sich dagegen die in den vergangenen Jahren auf den Wettbewerb der Frauen fokussierte Aufmerksamkeit. Ohne den Start der japanischen Olympiasiegerin Naoko Takahashi steht bei der 30. Auflage der Lauf der Männer im Mittelpunkt. Hier sind mit dem Kenianer Paul Tergat als zweimaligem Weltmeister im Halbmarathon, seinem Landsmann Raymond Kipkoech als Gewinner aus dem vergangenen Jahr und dem finnischen Europameister Janne Holmen gleich drei Favoriten genannt.

Vor allem der 34 Jahre alte Tergat will seinen Ruf als ewiger Zweiter endlich abschütteln. Bei Olympia und WM stand der Kenianer immer im Schatten des kleinen Äthiopiers Haile Gebrselassie, wechselte deswegen nach den Spielen von Sydney zum Marathon. Doch auch hier blieb dem mit 2:05:48 Stunden zweitschnellsten Läufer der Welt bisher ein Sieg verwehrt.

Unverändert attraktiv ist der Prämientopf für die besten Läufer gefüllt. Der Gewinner erhält bei den Männern wie bei den Frauen jeweils 30 000 Euro. Fraglich indes bleibt trotz der anerkannt schnellen Strecke, ob die zusätzlich ausgelobten 50 000 Euro für einen Weltrekord ausgeschüttet werden müssen. Diesen Bonus konnten in Berlin bislang der Brasilianer Ronaldo da Costa (1998), die Deutsche Christa Vahlensieck (1977), Tegla Loroupe aus Kenia (1999) und im Jahr darauf Naoko Takahashi einstreichen

.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%