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Laurenz nicht mehr Motorenmanager bei McLaren-Mercedes

Nürburgring (dpa) - Die Krise beim Formel-1-Rennstall McLaren-Mercedes hat zu weiteren personellen Änderungen geführt. Das britisch-deutsche Team hat nach dpa-Informationen Werner Laurenz von seinen Aufgaben als Direktor für das Mercedes-Formel-1-Motorenprogramm entbunden.

Nürburgring (dpa) - Die Krise beim Formel-1-Rennstall McLaren-Mercedes hat zu weiteren personellen Änderungen geführt. Das britisch-deutsche Team hat nach dpa-Informationen Werner Laurenz von seinen Aufgaben als Direktor für das Mercedes-Formel-1-Motorenprogramm entbunden.

Vor einem Monat war bereits der Geschäftsführer der McLaren-Mercedes-Motorenschmiede Ilmor, Hans- Ulrich Maik, entlassen und durch McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh ersetzt worden.

Mit der Abberufung von Laurenz endet ein interner Machtkampf zu Gunsten von Mario Illien, der seit 1995 die Mercedes-Motoren baut und mit zehn Prozent an Ilmor beteiligt ist. Laurenz, Spezialist für Prozessmanagement, war vom Konkurrenten Williams-BMW abgeworben worden und sollte ab 1. April 2003 Illien unterstützen.

Der 51-Jährige leitete die Renneinsätze des Formel-1- Motorenprogramms. Doch von Beginn gab es Probleme in der Zusammenarbeit zwischen den beiden Motoren-Experten. Nach Angaben des Teams vom Donnerstag erfolgte die Trennung einvernehmlich und auf beiderseitigen Wunsch hin. Welche Aufgaben Laurenz künftig übernimmt, ist offen.

Nach dem schlechtesten Saisonstart seit dem Formel-1-Wiedereinstieg von Mercedes 1995 war seit längerem mit Konsequenzen gerechnet worden. Der aktuelle MP4-19 ist derzeit nicht siegfähig. Vor allem an der Zuverlässigkeit hapert es. Vier Mal musste der finnische Vizeweltmeister Kimi Räikkönen in den bisherigen sechs Saisonrennen sein Dienstfahrzeug wegen Motorschadens oder technischen Defekten abstellen. David Coulthard wurde in Bahrain ebenfalls wegen technischer Problemen zur Aufgabe gezwungen.

Vor dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring liegt Räikkönen in der Fahrerwertung mit einem Punkt nur an 15. Stelle, sein schottischer Teamkollege Coulthard (4 Punkte) ist Zehnter. In der Konstrukteurs-WM ist McLaren-Mercedes (5) nur Sechster. Die letzten Fahrer-Titel für McLaren-Mercedes hatte Mika Häkkinen 1998 und 1999 gewonnen. 1998 waren die Silbernen zuletzt Konstrukteurs-Weltmeister.

Für Abhilfe soll McLaren-Racing-Geschäftsführer Whitmarsh sorgen, der nun auch als Ilmor-Geschäftsführer die Konstruktion von Chassis und Motor zusammenführt. Noch für dieses Jahr kommt eine Weiterentwicklung des aktuellen MP4-19 zum Renneinsatz. Wann dies passiert, ist allerdings noch offen.

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