Laut Business Week will Citigroup das Kreditkartenunternehmen übernehmen
American Express deutlich im Plus nach Übernahmespekulation

dpa-afx NEW YORK. Die Aktien des Kreditkarten-Unternehmens American Express haben am Freitag deutlich zugelegt, nachdem das Finanzmaganzin "Business Week" ohne Angabe von Quellen über eine mögliche Übernahme durch die weltgrößte Bank Citigroup vorab berichtet hatte. Der Aktienkurs von AmEx kletterte bis 20.30 Uhr um 6,8% auf 41,60 $, während die Papiere von Citigroup um 0,78 % auf 44,35 $ fielen. Der Blue-Chip-Index Dow Jones kletterte gleichzeitig um 0,26 % auf 9 824,28 Punkte.

Nach Information von "Business Week" ist Citigroup-Chef Sandy Weill an einem Kauf von American Express interessiert. Als möglicher Kaufpreis wurden 91 Mrd. $ genannt. Nach Angabe von Finanzexperten in dem Magazin-Bericht könnte die Bank rund 55 bis 70 $ je Aktie für den Kreditkarten-Konzern zahlen. Beide Unternehmen wohlten indes die Marktgerüchte nicht kommentieren.

Als weitere Interessenten an AmEx wurden die US-Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter (minus 0,43 % auf 60,00 $) und der Finanzdienstleister American International Group (plus 2,33 % auf 79,93 $) in "BusinessWeek" erwähnt.

New Yorker Händler äußerten sich hingegen über die Fusion skeptisch. Zwar könnte Citigroup durch den Kauf von AmEx mehr als 53 Mill. Kunden und einen weltweit bekannten Markennamen erwerben. Die Kosten hierfür seien aber zu hoch. Und AmEx sei derzeit kaum an einer Übernahme gelegen, hieß es. Eine freundliche Übernahme sei deshalb wenig wahrscheinlich und der Übernahmepreis würde ins Unermessliche steigen.

Citigroup hat derzeit einen Marktwert von rund 230 Mrd. $ und verwaltet Kapitalanlagen von mehr als 900 Mrd. $. Erst vor einigen Jahren hatte die Bank mit dem Kauf von Travelers die Wall Street überrascht. "Business Week" zufolge könnte Citigroup mit der Übernahmen von AmEx den nächsten Mega-Coup landen. AmEx betreut rund 155 Mrd. $ und hat einen Börsenwert von 55 Mrd. $.

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