Laut Gewerkschaft 70 000 Demonstranten
Fiat-Krise: Zehntausende demonstrieren in Turin

Zehntausende Menschen haben am Freitag in Turin gegen die geplanten Stellenkürzungen des hochverschuldeten Fiat-Konzerns demonstriert.

HB/dpa ROM. Der Protestzug durch die norditalienische Stadt, mit dem die Beschäftigten des Unternehmens eine sofortige Änderung des Fiat-Sanierungsplans forderten, wurde vom Turiner Bürgermeister Sergio Chiamparino angeführt. Hunderte Arbeiter blockierten einen Bahnhof und legten den Zugverkehr teilweise lahm, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Gewerkschaften schätzten die Zahl der Demonstranten am Mittag auf 70 000.

Der Konzern will vom 2. Dezember an in ganz Italien die Produktion drastisch drosseln und mehr als 8000 Arbeitsplätze abbauen. Allein im Turiner Fiat-Hauptwerk Mirafiori sollen 2700 der insgesamt 9000 Stellen gekürzt werden. "Wir fordern Brot und Arbeit", hieß es auf einem Spruchband der Demonstranten. Bereits seit Wochen protestieren in ganz Italien verzweifelte Arbeiter gegen die Unternehmens-Pläne.

Die Beschäftigten setzen ihre letzten Hoffnungen auf ein für kommenden Montag geplantes Treffen zwischen Regierung, Fiat-Spitze und Gewerkschaften. "Wenn wir dann keine Bereitschaft von Fiat sehen, den Plan zu ändern, werden wir an dem nächsten Treffen nicht mehr teilnehmen", sagte am Freitag ein Gewerkschaftssprecher. Für Dienstag ist ein landesweiter achtstündiger Streik in allen Fiat-Werken geplant. In Rom soll eine Großdemonstration stattfinden.

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