Laut Medienbericht
Boeing prüft offenbar Zusammenarbeit mit Cargolifter

Der US-Flugzeugbauer Boeing prüft derzeit einem Zeitungsbericht zufolge mit dem von Finanzierungsproblemen geplagten Luftschiffbauer Cargolifter eine Kooperation.

Reuters FRANKFURT. Das schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf Informationen aus Luftfahrtkreisen in ihrer Freitagausgabe.

Ein Boeing-Sprecher habe auf FTD-Anfrage gesagt, Boeing kommentiere keine Spekulationen. Eine Sprecherin von Cargolifter sagte dem Blatt zufolge, "Wir sind seit mehreren Monaten mit verschiedenen strategischen Investoren im Gespräch."

Boeing-Experten hätten das deutsche Unternehmen sowie die geplante Technologie am Produktionsstandort Brand bei Berlin bereits vor mehreren Monaten untersucht, schreibt die FTD. Es sei jedoch noch völlig offen, ob es überhaupt zu einem möglichen Finanzengagement oder einer Technikkooperation komme.

Cargolifter hat Finanzierungsprobleme bei seinem Projekt eines Zeppelins zum Transport schwerer Lasten über große Entfernungen. Den Gesamtbedarf für die Serienproduktion des Luftschiffes, die im Geschäftsjahr 2004/05 (zum 31.08.) beginnen soll, bezifferte Cargolifter Anfang März auf 590 Mill. Euro. Davon habe das Unternehmen bereits 300 Mill. Euro vor allem durch den Börsengang eingenommen. Anfang März hatte zudem das Bundeswirtschaftsministerium eine finanzielle Unterstützung für Cargolifter nicht ausgeschlossen.

Namhafte Luftfahrtkonzerne wie General Electric hätten Zulieferungen für das Großprojekt zugesagt, eine direkte Finanzbeteiligung jedoch abgelehnt, berichtet die FTD weiter. Auch die EADS habe sich nach intensiver Prüfung gegen ein entsprechendes Engagement entschieden.

Nach Angaben der FTD reichen die liquiden Mittel von Cargolifter nur noch bis April oder Mai. Auf der Hauptversammlung am Samstag will die im MDax gelistete Gesellschaft ein Konzept zur finanziellen Rettung vorlegen.

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