Laut Medienbericht
USA richteten nach Anschlägen Notregierung ein

Für den Fall eines Anschlags auf die US-Hauptstadt Washington haben die USA einem Zeitungsbericht zufolge eine Notregierung in unterirdischen Bunkern eingerichtet.

Reuters WASHINGTON. In den ersten Stunden nach den Anschlägen vom 11. September habe US-Präsident George W. Bush rund 100 Regierungsbeamte in Bunker an der Ostküste entsandt, berichtete die "Washington Post" am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. Damit sei erstmals ein geheimer Notfallplan aus Zeiten des Kalten Krieges in Kraft getreten. Hintergrund sei die Befürchtung gewesen, die El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden könne irgendwie in den Besitz einer Atomwaffe gelangen.

US-Geheimdienste hätten zwar keine Hinweise auf eine solche Waffe, das Risiko sei aber als groß genug eingeschätzt worden, um den Aufwand für die Notregierung zu rechtfertigen, berichtete die "Post". Die Notregierung solle als Vorsichtsmaßnahme auf unbestimmte Zeit einsatzbereit bleiben. Die USA machen die El Kaida für die Anschläge vom 11. September verantwortlich.

Die Anzahl der Regierungsvertreter in den Bunkern schwanke zwischen 70 und 150, je nach den Geheimdienst-Erkenntnissen über terroristische Bedrohungen, berichtete die Zeitung weiter. Im Falle eines Anschlags sollten die Beamten etwa die Lebensmittel- und Wasserversorgung sowie die Kommunikations- und Transportwege des Landes aufrechterhalten.

Die "Washington Post" hat nach eigenen Angaben auf Bitten des US-Präsidialamts darauf verzichtet, Namen der Regierungsbeamten oder die Standorte der Notregierung zu veröffentlichen.

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