Laut Quartalsbericht hat Münchner Broker im Ausland mehr Kunden als Consors
Börse erfreut über Direkt Anlage Bank

ali DÜSSELDORF. Die Direkt Anlage Bank (DAB) hat im vierten Quartal mehr Neukunden gewonnen als Konkurrent Consors. Nach Angaben des Münchener Direktbrokers wuchs die Zahl der verwalteten Depots im Vergleich zum 3. Quartal in der DAB-Gruppe inklusive des erworbenen Brokers Self Trade um 14 % (+ 52 183) auf 418 792. (Consors: + 5 % bzw. 26 200 Kunden). In Deutschland legte die Depotzahl bei der DAB um 9 % auf 360 463 zu.



Auch die Zahl der ausgeführten Order wuchs: In der Gruppe um 8 % auf 2,11 Mill, in Deutschland um 6 % auf 1,67 Mill. Bei Consors war die Zahl der Trades insgesamt leicht auf etwas über 3 Mill. gestiegen.



Rückläufig war hingegen das Volumen der Kundenvermögen bei der DAB: Es sank in der Gruppe im Vergleich zum 3. Quartal um 8 % auf 12,8 Mrd. Euro, bei der DAB in Deutschland um 7 % auf 12,0 Mrd. Euro. "Mit diesen Zahlen sind wir sehr zufrieden", sagt Matthias Kröner, Vorstandsvorsitzender der DAB. Auch an der Börse wurden die Zahlen sehr positiv aufgenommen: Mit einem Kursplus von 12,50 % zählte die DAB-Aktie am Freitag zu den Tagesgewinnern im Nemax-50.



DAB mit mehr Kunden als Consors



"Gemessen an den Rahmendaten kann man über die Zahlen nicht meckern", kommentiert Volker von Krüchten, Analyst der BHF-Bank die Daten. "Als Highlight ist festzuhalten, dass die DAB mit Self Trade jetzt Konkurrent Consors im Ausland überholt hat", sagt er. Consors hat außerhalb Deutschlands nach eigenen Angaben 56 000 Kunden, die DAB rund 58 000. Allerdings sei es noch zu früh, der DAB den Durchbruch in Europa zu bescheinigen, meint von Krüchten.



DAB-Vorstand Kröner räumt ein, dass der Löwenanteil der Auslandskunden aus Frankreich und Großbritannien stammt. In Italien und Spanien habe der Münchner Broker weniger als 2 000 Kunden. "Daher ist unser Ziel für dieses und nächstes Jahr, auf allen europäischen Märkten eine herausragende Position zu erobern", sagt Kröner. Beim Neukundenwachstum sieht er im 4. Quartal den Boden erreicht. "Desaströser kann die Stimmung nicht mehr werden", meint er.



Die Übernahme von Self Trade sei mittlerweile abgeschlossen. Die Transaktion wurde über einen Aktientausch abgewickelt. Als endgültiger Kaufpreis ergibt sich laut Kröner eine Summe "zwischen 450 und 500 Millionen Euro". Dies ist nach Ansicht der BHF-Bank recht teuer.

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