Laut Schnellrechnung mehrerer Experten
Wachstum im Osten 2000 nicht verstärkt

Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Ostdeutschland hat sich nach einer Schnellrechnung des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder" nicht verstärkt. Wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle am Dienstag mitteilte, habe die Berechnung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 % nach 1,4 % im Jahr 1999 ergeben.

ap HALLE. "Damit blieb das Wachstum in Ostdeutschland nicht nur das vierte Jahr in Folge hinter dem in Westdeutschland zurück, der Abstand hat sich sogar vergrößert", hieß es. Das BIP in den alten Bundesländern (ohne Berlin) sei mit mehr als 3,4 % mehr als doppelt so stark gestiegen wie im Osten.

Das geringe Wachstum der Gesamtwirtschaft in den neuen Bundesländern beruhe wie in den vergangenen Jahren vor allem auf den gegenläufigen Entwicklungen zwischen dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Baugewerbe.

Ein überaus kräftiger Nachfrage- und Produktionseinbruch habe im Baugewerbe für einen sprunghaften Rückgang der Wertschöpfung gesorgt. "Obwohl damit die Leistung des Baugewerbes in den letzten fünf Jahren um reichlich ein Viertel geschrumpft ist, blieb sein Anteil an der Wertschöpfung in Ostdeutschland mit zehn Prozent noch groß genug, um die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Produktion gravierend zu beeinträchtigen."

Dagegen habe sich das Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe mit einem Plus von fast acht Prozent erwartungsgemäß beschleunigt. Der Anstieg der industriellen Wertschöpfung im Westen sei sogar um zwei Prozentpunkte übertroffen worden.



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