Laut Studie auf Platz drei
Deutschland bei Post-Liberalisierung in Europa weit vorne

In der ungleichen Öffnung der EU-Märkte für Postdienstleistungen sehen Experten einen Wettbewerbsnachteil für deutsche Firmen, die im Ausland tätig würden.

afp BERLIN. Die Liberalisierung des Postmarktes in Deutschland ist nach einer Untersuchung der Fraunhofer-Gesellschaft weit fortgeschritten. Wie der Bundesverband Deutscher Postdienstleister (BvDP) am 26. Oktober in Berlin mitteilte, steht Deutschland der von ihm in Auftrag gegebenen Studie zufolge nach Schweden und den Niederlanden auf Platz drei der am weitesten geöffneten Postmärkte in Europa. Deutlich dahinter rangierten Großbritannien und Frankreich. Auch in den USA sei die Liberalisierung deutlich weniger weit. Zu den Gründungsmitgliedern des BvDP zählen die noch in Staatsbesitz befindliche Deutsche Post AG, die Post-Tochter DHL World Wide Express GmbH sowie die Bundesdruckerei. Deutschland habe seinen Postmarkt weiter geöffnet, als es die europäische Postrichtlinie vorsehe, erklärte der BvDP-Vorsitzende Wolfhard Bender. Dies mache sich vor allem am Paketmarkt durch sinkende Preise deutlich. In der ungleichen Öffnung der EU-Märkte für Postdienstleistungen sehe der BvDP aber auch einen Wettbewerbsnachteil für deutsche Firmen, die im Ausland tätig würden. EU-Ministerrat und Europäisches Parlament sollten deshalb den Vorschlägen der EU-Kommission zu einer weiter gehenden Liberalisierung des Postmarktes folgen, forderte Bender. Eine weitere Öffnung des deutschen Postmarktes müsse synchron mit der europäischen Entwicklung verlaufen.

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