Laut Zeitungsbericht
Bin Laden beim Kauf von "Nuklear-Material" hereingelegt

Terroristenchef Osama bin Laden fiel beim Kauf von vermeintlichem radioaktiven Material möglicherweise auf Schwindler herein, die ihm viel Geld für nutzlose Ware abknöpften. Das berichtete die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf Regierungsbeamte.

dpa NEW YORK. Danach hat die Analyse von verdächtigen Stoffen in Kanistern, die in El-Kaida-Verstecken in Afghanistan gefunden wurden, keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Bin Laden tatsächlich waffenfähiges Nuklearmaterial besaß. Im Gegenteil deuteten die Untersuchungen darauf hin, dass Schwarzmarkthändler dem Terroristenführer nichts anderes als primitive, mit Totenköpfen bemalte Behälter verkauften, die möglicherweise in medizinischen Abfall getaucht wurden, um Geigerzähler zum Ausschlagen zu bringen.

US-Soldaten hatten in Afghanistan über 100 Taliban- Regierungsgebäude, Militäranlagen, Terroristenlager und und Höhlen- Verstecke nach Hinweisen untersucht, ob Bin Laden seinen Wunsch nach Besitz von nuklearem Material zum Bombenbau verwirklichen konnte. Dabei wurden drei Behälter gefunden, die so verdächtig erschienen, dass sie zur eingehenden Untersuchung durch Atomwissenschaftler in die USA gebracht wurden.

Die Experten fanden der Zeitung zufolge aber keine nennenswerten Mengen an radioaktiven Stoffen. "Das Material war nicht das Wahre", zitierte das Blatt einen Pentagon-Beamten. "Sie wurden hereingelegt wie viele andere Leute auch." Ein anderer Regierungsvertreter sagte: "Der Wert des Stoffes war Null." Dieselben Beamten schränkten jedoch ein, man könne daraus nicht pauschal folgern, dass die El Kaida überhaupt kein nukleares Material besitze.

Zu den Kanistern hieß es, es sei erstaunlich, dass ein Mann wie Bin Laden darauf habe hereinfallen können. So seien die Wände der Behälter so dünn gewesen, dass jede Person nach direktem Kontakt total verseucht gewesen wäre, hätte es sich um "echtes" Material gehandelt.

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